Die etwas andere EM-Elf |
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Die Europameisterschaft ist am Sonntag mit dem Titelgewinn der Spanier zu Ende gegangen. kurzpass.ch präsentiert die EM-Elf der positiven Turnier-Überraschungen. Mit dabei auch der alte, traurige Mann bei den Italienern: Andrea Pirlo. Przemyslaw Tyton (Polen, 25, PSV Eindhoven) Gewiss, Tyton war nicht der beste Keeper des Turniers. Mit Buffon, Casillas, Neuer, Lloris und Čech sind die besten Torhüter der Welt an der EM vertreten gewesen und haben zum Teil hervorragend gehalten. Tyton ist aber die Entdeckung des Turniers. Als eigentliche Nummer drei kam er im Eröffnungsspiel gegen Griechenland nach der roten Karte gegen Szczęsny zum Einsatz, da die Nummer zwei, Fabiański, verletzungsbedingt fehlte. Den fälligen Elfer hielt Tyton sensationell und liess die Polen auf den Viertelfinaleinzug hoffen. Daraufhin wurde ihm der Übernahme «Tytan» gegeben. Der Jubel von Szczęsny in den Katakomben ist ein Bild für die Ewigkeit. Theodor Gebre Selassie (Tschechien, 25, Slovan Liberec/ Werder Bremen) Der erste dunkelhäutige Nationalspieler Tschechiens ist wie sein Namensvetter Haile Gebre Selassie ein Laufwunder. Als Aussenverteidiger sucht er immer wieder die Vorstösse. Auch dank seinen starken Leistungen überstanden die Tschechen eher überraschend die Vorrunde als Gruppensieger. Noch während der Europameisterschaft unterschrieb Selassie einen Vertrag bei Werder Bremen, wo er Teamkollege des Schweizer Natispielers François Affolter wird. Daniele De Rossi (Italien, 28, AS Roma) Ob als Innenverteidiger, als defensiver Mittelfeldspieler oder als Flügelspieler: Daniele De Rossi gehört nach dieser phänomenalen Europameisterschaft in das Team des Turniers. Vor allem gegen die Spanier im ersten Gruppenspiel überzeugte der Italiener als Innerverteidiger, wo er das Spiel zusammen mit Pirlo lenkte. Er ist aber eigentlich ein typischer Kämpfer und Charaktertyp. Er ist also die Sorte Spieler, die vom Aussterben bedroht zu sein scheint. Mats Julian Hummels (Deutschland, 23, Borussia Dortmund) Dass Mats Hummels absolute Weltklasse ist, wussten Bundesliga-Fans bereits von der Meistersaison der Dortmunder. Aber dass der Deutsche zusammen mit Holger Badstuber eine so sichere Defensive stellte, überraschte wohl selbst Jogi Löw. Mit seinen Vorstössen und seiner guten Spielübersicht gilt Hummels als der moderne Innenverteidiger schlechthin. Jordi Alba Ramos (Spanien, 23, Valencia CF / FC Barcelona) Er ist der Spanier, den man vor dem Turnier noch am Wenigsten kannte. Jordi Alba wusste so sehr zu überzeugen, dass der grosse FC Barcelona den Aussenverteidiger noch während der EURO verpflichtete. Einst war er bei den Katalanen auf Grund der zu kleinen Körpergrösse (1.70 m) abgeschoben worden. Sinnbildlich für seine Leistungen war das Tor zum 2:0 im Final. Als Aussenverteidiger an den Ball gelangt, suchte er den Doppelpass mit Xavi. Der schnelle Aussenverteidiger vollendete souverän. Alan Yelizbarovich Dzagoev (Russland, 21, ZSKA Moskau) Er gilt als die Entdeckung des Turniers aus russischer Sicht. In den ersten beiden Spielen schoss er für den Geheimfavoriten drei Tore und wusste auch sonst zu gefallen. Das Supertalent von ZSKA Moskau wurde bereits vor einigen Jahren von ganz Europa gejagt. Seine nicht gerade pflegeleichte Art und seine Hochs und Tiefs liessen ihn für die Topclubs uninteressanter werden. Im Mai 2011 hatte das Jahrhunderttalent Russlands seinen Karrieretiefpunkt erreicht: Laut Vereinsangaben tätigte der Offensivspieler eine «unkorrekte Aussage» in Richtung ZSKA-Trainer Leonid Sluzkji, daraufhin wurde er zwischenzeitlich zu den Amateuren verbannt. Nach dieser Euro wurde das Interesse der Topclubs am jungen Russen wieder erneuert: Vor allem Arsenal soll seine Fühler nach Dzagoev ausgestreckt haben. Wir waren schon vor dem ersten Spiel gegen Tschechien gespannt auf das russische Supertalent. Giorgos Karagounis (Griechenland, 35, Panathinaikos) Er ist zwar bestimmt nicht der talentierteste Fussballer des Planeten, für die Griechen ist er aber ein Fussballgott. Die Griechen führte er 2004 sensationell zum Europameistertitel, auch wenn er zwei von sechs Begegnungen wegen Gelbsperren verpasste, darunter auch das erfolgreiche Finale gegen Portugal. Dieses Missgeschick widerfuhr dem Oldie auch an dieser Europameisterschaft. Nachdem er seine Griechen ins Viertelfinale geschossen hatte, verpasste der Spielmacher dieses wegen einer Gelbsperre. Andrea Pirlo (Italien, 33, Juventus) Von der AC Milan wurde Pirlo im vergangenen Sommer ausgemustert. Ein Fehler wie sich zeigen sollte: Pirlo führte Juventus zum Meistertitel und wenig später die Italiener in den Final dieser Europameisterschaft. Sein Lupfer im Penaltyschiessen gegen England war ganz grosse Klasse. Am Schluss zählte aber auch der sonst so ernste Pirlo zu den weinenden Italienern. Mario Mandžukić (Kroatien, 26, VFL Wolfsburg / FC Bayern München) Italien und Spanien. Diese beiden Mannschaften, welche später das Finale dieser EURO austragen sollten, waren verantwortlich für das Ausscheiden der gut spielenden Kroaten. Mit Mandžukić hatten die Kroaten einen dreifachen Torschützen in ihren Reihen. Von Magath nicht mehr gewollt, wechselte der 26-Jährige nun für 23 Millionen zu den Bayern, wo er unteranderem Teamkollege von Xherdan Shaqiri wird. Mario Barwuah Balotelli (Italien, 21, Manchester City) Zu Balotelli gäbe es so viel zu sagen. Seien es die ewigen Eskapaden rund um den italienischen Weltklassestürmer oder seine schönen Tore an dieser Europameisterschaft. Der Stürmer mit Hahnenkamm spielte eine überragende EURO und hat sich somit den Platz in unserer EM-Elf klar verdient. Andriy Mykolayovych Shevchenko (Ukraine, 35, Dynamo Kiew) Es war ein Wunder, dass Andriy Shevchenko am 11. Juni in Kiew überhaupt auf dem Grün stand. Noch im Herbst trat er aus der Nationalmannschaft zurück. Vor dem Turnier wurde er noch als Maskottchen verspottet, mit seinen beiden Toren gegen Schweden liess er die Ukrainer dann aber auf ein Weiterkommen hoffen. Nach den Niederlagen gegen Frankreich und England musste der Gastgeber aber die Segel vorzeitig streichen. Nach dem EM-Final: - Den spanischen Fussball kann man nur bewundern - So feierten die Spanier in Zürich! |
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