Die Halbfinalisten im Endrunden-Check |
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Noch vier Nationen verbleiben im Kampf um den EM-Pokal. Wer hat die besten Karten? Wir werfen einen Blick in die EM- und WM-Vergangenheit der Teams und stellen fest: Die Historie spricht gegen Portugal – und für Italien.
Spanien – bei den letzten Turnieren brillant Lange Zeit galt die spanische Nationalmannschaft immer wieder als Topfavorit bei Europa- und Weltmeisterschaften, konnte diesem Ruf aber nicht gerecht werden. Abgesehen vom Titelgewinn an der Europameisterschaft 1964 hinkte die Nationalelf den Erwartungen meist hinterher, bevorzugte Endstation war das Viertelfinale, wo in den vergangenen 20 Jahren viermal Schuss war. In den vergangenen vier Jahren hat sich das Blatt aber zugunsten der Spanier gewendet. Seit der Europameisterschaft 2008 spielen die Iberer berauschenden Fussball, eilen von Sieg zu Sieg und vermitteln teilweise das Gefühl, in einer anderen Liga als die meisten anderen Nationalmannschaften zu spielen. Der Lohn dafür waren zwei Titelgewinne an den letzten beiden Turnieren, der EM 2008 und der WM 2010. An der Europameisterschaft vor vier Jahren qualifizierten sich die Spanier nach Siegen gegen Russland, Schweden und Griechenland souverän mit dem Punktemaximum für das Viertelfinale. Dort beendete Cesc Fàbregas nach einem von Taktik geprägtem und torlosen Spiel gegen Italien den spanischen Elfmeterfluch. Die spanische Nationalelf war zuvor schon dreimal, 1986, 1996 und 2002, an einem 22. Juni in einem Viertelfinale im Elfmeterschiessen einer EM oder WM gescheitert. Dieses Mal behielt das Team aber die Nerven und zog somit in die Runde der letzten Vier ein. Dort traf Spanien erneut auf die Russen, welche in diesem Spiel immerhin eine Halbzeit lang mithalten konnten, am Ende aber klar mit 0:3 verloren. Im Finale kam es schliesslich zum Duell mit Deutschland. Doch auch in diesem Spiel liessen die Iberer kaum Zweifel an ihren derzeitigen Qualitäten. Sie setzten Deutschland früh unter Druck, erzielten noch vor der Pause das 1:0 durch Fernando Torres, und blieben bis zum Abpfiff das bessere Team. Letztendlich sicherte sich Spanien hochverdient den EM-Titel. Portugal – bislang noch ohne TItel Obschon Portugal als absolutes Land des Fussballs gilt, nimmt die Nationalmannschaft in diesem Sommer erst zum elften Mal an einem grossen Turnier teil. Vor allem in der Frühzeit des Weltfussballs waren internationale Auftritte der Portugiesen selten. Seit der Jahrtausendwende verpassten die Südeuropäer aber keine einzige Endrunde mehr. Doch obwohl das Land schon viele herausragende Fussballer hervorbrachte konnte Portugal noch nie einen Titel an einer Welt- oder Europameisterschaft gewinnen. Am besten schnitt das Team an der Europameisterschaft 2004 im eigenen Land ab, als es sich erst im Finale geschlagen geben musste. Das Turnier begann jedoch überhaupt nicht nach dem Geschmack eines EM-Gastgebers. Im Eröffnungsspiel gegen Griechenland gingen Cristiano Ronaldo & Co. gleich 1:2 baden und gerieten so bereits unter Zugzwang. Durch zwei Siege in den beiden folgenden Gruppenspielen gegen Russland und Spanien sicherte sich Portugal letztlich aber als Gruppensieger das Viertelfinal-Ticket. In der Runde der letzten Acht lieferte sich Portugal dann ein packendes Duell gegen England. Nachdem es nach Verlängerung 2:2 stand, kam es zum Elfmeterschiessen, in demTorhüter Eduardo den siebten Penalty des Gegners – ohne Torwarthandschuhe – hielt und danach den entscheidenden Elfmeter selber verwandelte. Im Halbfinale zeigte sich Portugal dann souveräner, ging gegen die Niederlande nach der Pause mit 2:0 in Führung und gewann letzten Endes ohne Probleme mit 2:1. Im Finalspiel in Lissabon kam es dann noch einmal zum Duell mit Favoriten-Schreck Griechenland. Trotz Heimvorteil und dem Respekt durch die Niederlage im Startspiel der EM fanden die Südeuropäer erneut kein Mittel gegen die disziplinierten Griechen. Schliesslich musste Portugal eine bittere Niederlage hinnehmen und verlor 0:1. Deutschland – 16-jähriges Warten Deutschland gehört zweifelsfrei zu den ganz grossen Fussballnationen der Welt. Dafür benötigt man nur einen Blick in die bisherige Titelsammlung des DFB. Drei Weltmeister- und drei Europameisterpokale stehen in der Ruhmeshalle der deutschen Nationalelf. Besonders erfolgreich war die Mannschaft in den 70er- und 80er-Jahren mit Starspielern wie Gerd Müller, Franz Beckenbauer oder Uwe Seeler. Der letzte Titel der DFB-Auswahl liegt aber, trotz starken Leistungen in vergangener Zeit, bereits 16 Jahre zurück. Letztmals durften die deutschen Nationalspieler an der EM 1996 einen Pokal in die Höhe stemmen. Damals bestand das Team noch aus vielen Stützen, die bereits schon die Weltmeisterschaft 1990 gewinnen konnten. Am Turnier in England 1996 startete die deutsche Elf optimal in die Vorrunde. Zuerst konnte Tschechien 2:0 besiegt werden, dann wurde Russland mit 3:0 vom Platz gefegt. Mit dem 0:0 gegen Italien zog Deutschland letztlich souverän und ohne ein Gegentor ins Viertelfinale ein. In der Runde der letzten Acht kam es zum Duell gegen Kroatien, die DFB-Elf war die bessere Mannschaft und konnte sich mit 2:1 durchsetzen. Das Halbfinale bot den Fussballfans dann einen echten Leckerbissen, mit England wartete nicht nur ein Erzfeind Deutschlands, sondern auch der Gastgeber der EM. Die frühe Führung der Engländer konnte Deutschland nach einer Viertelstunde bereits egalisieren. Beim 1:1 blieb es, letztlich kam es zum Elfmeterschiessen – Deutschland gewann und zog ins Finale ein. Im Endspiel kam es dann erneut zum Duell mit den Tschechen, welche bereits im ersten Gruppenspiel geschlagen werden konnten. Erneut behielten die Deutschen die Oberhand. Tschechien ging zwar in Führung, Oliver Bierhoff entschied das Spiel letztlich aber nach seiner Einwechslung mit einem Doppelpack und dem ersten Golden Goal der EM-Geschichte. Italien – beeindruckende Konstanz Bereits viermal konnte die italienische Nationalmannschaft den WM-Pokal in die Höhe stemmen, zwei weitere Male scheiterte das Team erst im Finale. An Europameisterschaften zeigte sich die «Squadra Azzurra» in der Vergangenheit zwar weniger dominant, konnte aber auch hier 1968 einen Titel feiern und 2000 bis ins Endspiel vorstossen. Auffallend dabei ist, das Italien von Anfang der Fussball-Weltgeschichte bis heute ununterbrochen alle paar Jahre wieder um Titel mitspielte und nur nach den beiden WM-Titeln in den 30er-Jahren für längere Zeit von der Bildfläche verschwand. Durch die Austragung der Europameisterschaft 1968 nahmen die Italiener zum ersten Mal an einer EM-Endrunde teil und konnten sofort den Titel gewinnen. Allerdings war das Endrunden- Teilnehmerfeld mit nur vier Mannschaften relativ klein. Im Halbfinale wurde die Sowjetunion, welche zuvor zweimal in Folge das EM-Finale erreicht hatte, auf spezielle Art und Weise auf die Heimreise geschickt. Nachdem es nach 120 Spielminuten immer noch 0:0 gestanden hatte, wobei die Italiener sich vor allem auf die Defensive konzentrierten, wurde der Sieger per Münzwurf ermittelt. Italien erreichte wortwörtlich glücklich das Endspiel, im Anschluss an diese Partie wurde der Münzwurf aber stark kritisiert und nie mehr in einem internationalen Wettbewerb eingesetzt. Auch im Finalspiel gegen Jugoslawien stand es nach 120 Minuten unentschieden. Aussenseiter Jugoslawien war vor der Pause in Führung gegangen, ehe die Italiener in der 78. Minute ausgleichen konnten. In diesem Fall wurde aber ein Wiederholungsspiel angesetzt, das Italien überzeugend mit 2:0 gewinnen konnte. Schon in der ersten Halbzeit sorgten Luigi Riva und Pietro Anastasi mit ihren Toren in der ersten halben Stunde für die Entscheidung. Somit war Italien erstmals Europameister. Bild: Uefa |
Hermann Burgermeister ist die Seele des FC Zürich. kurzpass.ch erzählt er, warum er seinen Club lieber im Hardturm spielen sähe, weshalb er Waschmittel im Denner kauft und wie er die Gunst der Fans gewonnen hat.
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