Diesen Fussball kann man nur bewundern |
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Der EM-Triumph der spanischen Nationalmannschaft ist historisch: Den Spaniern gelang es, über Jahre eine Dominanz aufzubauen, wie sie noch nie da war – und den Fussball auf ein neues Level zu heben. Die pure Dominanz Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Spanien verteidigt als erstes Land einen Europameistertitel, gewinnt als erstes Land drei internationale Turniere in Serie und erzielt mit dem 4:0 gegen Italien den höchsten Finalsieg aller Zeiten. So liest sich pure Dominanz! Doch nicht nur waren die vier Tore im EM-Finale historisch gesehen einmalig, sie waren auch wunderbar anzuschauen – und damit eben typisch spanisch. Die ersten beiden Treffer zeigen exemplarisch, wie die Spanier ihr Spiel perfektioniert haben: In der 14. Minute umkurvt Fabregas die gesamte italienische Hintermannschaft auf sensationelle Art und Weise und schnippt den Ball David Silva genau auf den Kopf, worauf dieser nur einzunicken braucht. In der 41. Minute dann sprintet Aussenverteidiger Jordi Alba über den halben Platz und bekommt den Ball haargenau in dem Moment von Xavi in die Füsse gespielt, als er auf gleicher Höhe mit dem letzten Verteidiger. Wäre der Pass eine halbe Sekunde früher gekommen, hätte Bonucci für die Italiener klären können. Eine halbe Sekunde später wäre Alba bereits im Offside gestanden. Auch wenn die Spanier an dieser EM nicht in jedem Spiel zu begeistern wussten und damit manche Kritiker an ihrem Tiki-Taka-System auf den Plan riefen, so ist diese Dominanz und Perfektion dennoch einzigartig in der Geschichte des internationalen Fussballs. Kein Land vermochte sich je derart vom Rest abzuheben. Waren die Finalsiege 2008 und 2010 jeweils noch äusserst knapp, so liefen sie nun gegen die Italiener zur absoluten Bestform auf. Real und Barça als Erfolgsfaktoren Doch wie schafften es die Spanier, diese Dominanz aufzubauen? Den Grundstein dazu haben sie schon vor Jahren gelegt. Essentiell am Erfolg beteiligt sind die beiden spanischen Topclubs Real Madrid und – vor allem – Barcelona. Die beiden Vereine dominieren nicht nur die spanische Liga nach Belieben, sie sind auch im europäischen Clubfussball das Mass aller Dinge. In ihren Akademien entstehen die Stars des spanischen Nationalteams, denen das Tiki-Taka-System schon im Kindesalter eintrainiert wird. In der Nationalmannschaft treffen sie auf ihre Clubkollegen – das Zusammenspiel funktioniert automatisiert. Zudem sind viele der Spieler, die 2008 zum ersten Mal Europameister wurden, noch heute dabei. Vom 23-Mann-Kader der diesjährigen Europameisterschaft gehörten nicht weniger als 13 bereits 2008 zur Mannschaft. Mit Puyol und Villa wurden zudem zwei weitere Führungsspieler nur durch Verletzungen an der erneuten Teilnahme gehindert. Das verdient neidlose Bewunderung Als Fan des Fussballspiels muss man sich glücklich schätzen diese Ära der spanischen Dominanz mitzuerleben. Dieses Team hat den Fussball auf ein neues Level gehoben und damit bislang Unvorstellbares erreicht. Das verdient neidlose Bewunderung und Anerkennung. So feierten die Spanier in Zürich! Bild: Imago |
TV-Moderatorin Steffi Buchli im Interview mit kurzpass.ch über den Sondereffort, den sie als Frau im Sportjournalismus leisten muss, den Konkurrenzkampf im SRF-Team und warum sie eigentlich gar nicht auffallen will.
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