Smuda vs. Advocaat |
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Der Pole Franziszek Smuda ist in der Gruppe A der erfahrene, wenn auch unbekannte Traineroldie, während Dick Advocaat ein Trainer von Weltformat und Russland bereits seine sechste Station als Nationalcoach ist. Franciszek Smuda Im Gegensatz zu den meisten anderen Trainer an dieser Europameisterschaft begann die Trainerkarriere von Franciszek Smuda gänzlich unspektakulär. Nachdem der ehemalige Verteidiger seine aktive Karriere nach Spielstationen in Polen, den USA und Deutschland beendete, begann er nahtlos seine Karriere an der Seitenlinie in den unteren deutschen Ligen. Nach sechs Jahren in Deutschland zog es Smuda weiter in die Türkei, wo er für vier Jahre lebte und international wenig bekannte Vereine betreute. Erst 1993 kehrte der Pole in seine Heimat zurück und blieb dort, abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Zypern, bis er im Oktober 2009 das Amt als Nationaltrainer übernahm. Gerade zu einem Zeitpunkt, als sich der polnische Fussball in der Krise befand. Das Nationalteam hatte soeben die Qualifikation zur WM 2010 auf dem vorletzten Tabellenrang abgeschlossen, Smuda übernahm also ein Team, dass bis zum ersten Gruppenspiel der EM im eigenen Land kein einziges Pflichtspiel mehr bestreiten würde. Der Pole hat die Herausforderung aber gut gemeistert, die Testspielergebnisse des Teams waren meist überzeugend, und dem Coach gelang es in den vergangenen Jahren, neue Spieler in die Mannschaft einzubauen und das Team stetig zu verjüngen. Franciszek Smuda gehört an der EM zweifelsfrei zu den weniger bekannten Trainern. Doch der Pole, welcher am 22. Juni, einem möglichen Viertelfinalspieltag seines Teams, seinen 64. Geburtstag feiert, kann durch seine Anstellungen bei vielen polnischen Vereinen auf einen immensen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Er hat in seiner Heimat bereits viele Titel errungen und kennt den polnischen Fussball und seine Spieler in- und auswendig. Längerfristig im Amt bleiben wird Smuda wohl aber nur, wenn sein Team an der EM die Gruppenphase übersteht. Ansonsten wird er seinen Hut ziehen müssen. Dick Advocaat Zweifelsfrei ist der Niederländer Dick Advocaat an dieser EM einer der erfahrensten Trainer. Der Oldie begann seine Trainerkarriere auf Amateurebene bereits, als er noch als Aktiver auf dem Platz stand. Nach seinem Karriereende wurde er dann unmittelbar Co-Trainer von Rinus Michels bei der Niederländischen Nationalelf. Vor allem Advocaats Kenntnisse in Sachen Nationalmannschaften sind beeindruckend. Russland ist nämlich bereits seine sechste Station als Nationaltrainer. Zuvor trainierte der 64-Jährige schon die Auswahlen von Belgien, Südkorea, der Vereinigten Arabischen Emirate, sowie zweimal diejenige der Niederlande. Kein Wunder also, geniesst Advocaat in Russland von vielen Experten grossen Respekt, was auch mit seiner erfolgreichen Zeit als Trainer des russischen Spitzenklubs Zenit St. Petersburg zusammenhängt. Von der Presse muss er aber auch Kritik hinnehmen. Oft wird Advocaat nämlich mit seinem erfolgreichen Vorgänger und Landsmann Guus Hiddink verglichen, der an der EM vor vier Jahren bis ins Halbfinale vorstiess und an dessen Erfolge Advocaat an diesem Turnier gerne anknüpfen würde. Weiter wurde er in der Vergangenheit auch kritisiert, weil er seit seinem Amtsantritt kaum junge Spieler ins Team eingebaut hätte und nur an den altbewährten Spielern festhalten würde. Nichtsdestotrotz liest sich Advocaats Lebenslauf nicht allzu schlecht. Mit der Niederländischen Nationalmannschaft erreichte der ehemalige Mittelfeldakteur an der WM 1994 das Viertelfinale, sowie an der EM 2004 das Halbfinale. Auf Vereinsebene gewann der Coach diverse Meisterschaften in den Niederlanden, Schottland und Russland, als auch in allen drei Ländern die nationalen Pokalwettbewerbe. Höhepunkt seiner Trainerkarriere war der Europa League-Sieg 2008 mit dem russischen Klub Zenit St. Petersburg. Kann Advocaat an dieser EM mit Russland wieder ähnlich für Furore sorgen, dürfte er endgültig zur Legende werden und sogar seinen Vorgänger Hiddink übertrumpfen. Nach dem Turnier legt der Niederländer sein Amt allerdings nieder und kehrt zur PSV Eindhoven zurück. Bild: pzpn.pl /rfs.ru |
TV-Moderatorin Steffi Buchli im Interview mit kurzpass.ch über den Sondereffort, den sie als Frau im Sportjournalismus leisten muss, den Konkurrenzkampf im SRF-Team und warum sie eigentlich gar nicht auffallen will.
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