Mit neuem Team angreifen |
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Italien hinkt den Erwartungen seit dem WM-Titel 2006 hinterher. Cesare Prandelli hat aber eine schlagfertige Truppe zusammengestellt, die wieder bereit scheint, um bei den ganz Grossen mitzuspielen. Ohne Niederlage qualifiziert Italien qualifizierte sich letztlich souverän und ohne eine Niederlage für die Europameisterschaft 2012. Allerdings war der Start in die Quali nach der verkorksten WM 2010 ebenfalls ziemlich holprig. Einem knappen 2:1-Sieg in Estland zum Auftakt folgte zwar ein überzeugendes 5:0 gegen die Färöer Inseln, doch bereits im dritten Spiel mussten sich die Italiener in Nordirland überraschend mit einem 0:0 zufrieden geben. Einen grossen Schritt Richtung Polen und Ukraine konnten die Italiener im vierten Spiel gegen den vermeintlich härtesten Konkurrenten Serbien machen - die Partie wurde aufgrund von Ausschreitungen serbischer Hooligans nämlich 3:0 für die Squadra Azzurra gewertet. In der Folge traten die Italiener aber überzeugend auf, gewannen vier Spiele in Folge zu Null und hatten das EM-Ticket somit auf sicher. Trotzdem wurden in den abschliessenden zwei Spielen beim 1:1 in Serbien und mit einem 3:0 gegen Nordirland gute Ergebnisse erzielt. Beeindruckend ist vor allem die Defensiv-Bilanz der Italiener, die in zehn Qualifikationsspieler nur zwei Gegentore erhielten. Die Offensive ist Weltklasse Unter Cesare Prandelli wurde im italienischen Team der scheinbar längst fällige Umbruch eingeleitet. Diverse Spieler des Weltmeisterteams von 2006 wurden aussortiert, Prandelli holte ausserdem junge Spieler in die Mannschaft oder alte Gesichter zurück ins Team. Im Tor ist weiterhin Gianluigi Buffon gesetzt, der, obwohl schon 34 Jahre alt, immer noch ein klasse Torwart ist und schon allein durch seine Ausstrahlung und Erfahrung wichtig für das Team ist. In der Abwehr ist Giorgio Chiellini der unumstrittene Chef und ein Weltklasse-Verteidiger, der fast niemanden an sich vorbeilässt. Neben ihm dürfte sein Juventus-Teamkollege Leonardo Bonucci gesetzt sein. Auf den Aussenverteidigerpositionen hat Prandelli mehrere Alternativen und experimentierte während der Quali viel. Im defensiven Mittelfeld ist Daniele De Rossi der absolute Chef. Der Kämpfer ist einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft, räumt vor der Abwehr auf und hält den offensiveren Spielern wie Pirlo und Montolivo den Rücken frei. Im Angriff könnte Prandelli aus dem Vollen schöpfen, hätte er nicht den Ausfall von Giuseppe Rossi zu kompensieren und mit Mario Balotelli einen zwar begnadeten, aber unberechenbaren Spieler in seinen Reihen. Fraglich ist, ob Antonio Cassano nach seiner Herz-OP bis zum EM-Anpfiff vollstänig fit wird. Guter Mix und viel Potenzial Italien hat zweifelsfrei wieder eine Mannschaft, die mit den ganz Grossen mithalten kann. In der Verteidigung stehen zwar nicht vier Spieler von Weltklasse-Format, doch wie sich in der Qualifikation gezeigt hat, scheint dies kein Problem zu sein. Ähnlich wie die Niederländer haben die Italiener vielleicht individuell gesehen nicht die beste Abwehr, doch die Viererkette präsentiert sich in ihrer Gesamtheit als enorm stark. Das Prunkstück ist der Sturm. Wird Cassano rechtzeitig voll fit und konzentriert sich Balotelli auf den Fussball, hat Prandelli auch ohne den verletzten Rossi eine Offensive, die jederzeit wie Dynamit explodieren kann. In dieser Zusammensetzung, mit wenigen erfahrenen Spieler der WM-Mannschaft von 2006 und jungen Akteuren, die für frisches Blut sorgen, wird Italien zweifelsfrei ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden haben. Dies werden sie bereits im ersten Spiel gegen Spanien unterstreichen. Prognose Bild: Imago |
Hermann Burgermeister ist die Seele des FC Zürich. kurzpass.ch erzählt er, warum er seinen Club lieber im Hardturm spielen sähe, weshalb er Waschmittel im Denner kauft und wie er die Gunst der Fans gewonnen hat.
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