Lothars wahres Ich |
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Ob eine seiner unzähligen Liebschaften mit osteuropäischen Brünetten oder die erfolgreichen Trainerstationen in den Fussballmetropolen Netanya und Paranaense, Lothar Matthäus liefert regelmässig neuen Gesprächsstoff. Doch der Tiefpunkt scheint noch nicht erreicht. Matthäus möchte sein wahres Ich im Fernsehen präsentieren. Mit diesem noblen Vorhaben wendete er sich an den Privatsender Vox, welcher bereits mit Sendungen wie «Daniela Katzenberger» oder «Auswanderer sucht Frau» seine Fähigkeit für niveauvolles Fernsehen bewies. Und tatsächlich: Die Sendung «Lothar – immer am Ball» scheint des Fussballers wahre Seele aufzudecken. Ob dies jedoch bei der nächsten Trainerbewerbung helfen wird sei dahingestellt. Die Folgen kommen daher wie die mittags ausgestrahlten Hartz-IV-Formate. Mit dem einzigen Unterschied, dass Lothar Geld hat. Anstatt im Unterhemd zuhause rumzusitzen, jettet der arbeitslose Trainer mit seiner Joana in der Weltgeschichte herum und besucht die alten Wirkungsstätten, wo man «Grande Lothar» noch nicht vergessen hat. Dabei philosophiert er über Gott und die Welt oder beglückt den Zuschauer mit seinem dürftigen Englisch. Wenn Matthäus in der Allianz-Arena Karl-Heinz Rummenigge seine neue Freundin vorstellen will und dieser sich fremdschämend abwendet, kommt gar ein leichter Anflug von Tragik auf. Der ehemalige Publikumsliebling ist zur Peinlichkeit verkommen. Symbolisch hierfür das Abseilen vom Dach des ehemaligen Olympiastadions in der vergangenen Folge. Eine Metapher für Lothars eigenen Niedergang. Beeindruckend mit welcher Konsequenz sich Matthäus jegliche Chance auf eine Beschäftigung im deutschen Fussball verbaut. Die Selbstdemontage des deutschen Ehrenspielführers gibt es leider nur noch einmal auf Vox zu sehen, am Sonntag um 23.20 Uhr. Hier die vollständige letzte Folge: http://www.voxnow.de/lothar-immer-am-ball/folge-5.php?container_id=93084&player=1&season=1
Bildquelle: Vox |
TV-Moderatorin Steffi Buchli im Interview mit kurzpass.ch über den Sondereffort, den sie als Frau im Sportjournalismus leisten muss, den Konkurrenzkampf im SRF-Team und warum sie eigentlich gar nicht auffallen will.
Im Fehlpass-Blog schaut die kurzpass.ch-Redaktion den Fussballprotagonisten noch etwas genauer auf die Füsse. Vorgestellt werden euch allerlei amüsante Fehlpässe unserer Fussballhelden, wie sie ihnen bekanntlich auf und – vor allem auch – neben dem Platz immer mal wieder unterlaufen. Es handelt sich hier natürlich nicht immer um völlig objektive oder ernstgemeinte Berichterstattung. Daher wird diese Rubrik auch eindeutig als Blog bezeichnet.
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