Erste Bewährungsprobe für Favre und Xhaka |
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Auf die Gladbacher Granit Xhaka und Lucien Favre wartet in der Champions-League-Qualifikation mit Dynamo Kiew die erste Bewährungsprobe. Der Trainer erhielt seine Wunschtransfers − doch kann er die hohen Erwartungen diese Saison erfüllen?
Gladbacher Lospech Am Ende der Champions-League-Auslosung in Nyon schlug Murphy’s Law gnadenlos zu. Mit Kopenhagen und Kiew waren noch der leichteste und der schwierigste Kandidat im Lostopf. Mit dem Hauptstadt-Club der Ukraine erwischte Borussia Mönchengladbach eine hohe Hürde. Der Verein hat nicht nur viel Geld für neue Spieler ausgegeben, er ist auch eingespielt. Die Premier Liga läuft bereits seit fünf Spieltagen. Kiew investiert im grossen Stil Um endlich wieder den Ligakrösus Shakhtar Donetsk vom ersten Platz zu verdrängen, hat Dynamo Kiew mit rund 32 Millionen gross investiert. Für 7.5 Mio. Euro kam Miguel Veloso vom FC Genua, 8 Mio. Euro kostete der Stürmer Marco Rubén vom FC Villareal und 8 Mio. Euro liessen die Verantwortlichen für den ehemaligen Favre-Liebling Raffael springen. Dazu wurde Niko Krancjar für weitere 7 Mio. Euro verpflichtet und Taye Taiwo vom AC Milan ausgeliehen. Das Ziel ist klar: Der Meistertitel und die Champions League sind Pflicht. Bei dieser Konkurrenz gerät gar der Schweizer Nationalspieler Admir Mehmedi in den Hintergrund, welcher sich durch die Olympiateilnahme keinen Gefallen gemacht hat. Der Saisonstart glückte mit 5 Siegen, auch wenn Donetsk dank besserer Tordifferenz die Tabelle anführt. Die Neuzugänge haben sich bereits schnell integriert, und mit dem Ex-Xamaxien Ideye Brown stellen sie den Zweiten der Torschützenliste. Bereits 8 Tore hat er, inklusive Champions-League-Qualifikation, in der neuen Saison erzielt. Das neue Kiew funktioniert auch ohne die abgetretene Legende Andriy Shevchenko perfekt und scheint für Gladbach bereit zu sein. Neues Gladbach Aber auch Lucien Favre und Max Eberl waren auf dem Transfermarkt aktiv. Nach den Abgängen von Reus, Neustädter und Dante wurde kräftig investiert. Nur für kurze Zeit war Granit Xhaka mit 8.5 Mio. Euro der Rekordtransfer der Vereinsgeschichte. Er wurde sogleich von Luuk de Jong mit 12 Mio. Euro abgelöst. Weitere 7 Mio. Euro wurden für Álvaro Domínguez von Atlético Madrid fällig. Gladbach hat sich intelligent verstärkt, und mit Xhaka und Domínguez zumindest gleichwertigen Ersatz für die Abgänge gefunden. Doch Eberl versucht die Erwartungen gering zu halten. Ein Mittelfeldplatz wird als Ziel genannt, mit einem internationalen Platz wird offiziell nicht fest geplant. Bei Investitionen von rund 30 Mio. zumindest überraschend. Ob der Sportmanager mit seinem Pessimismus recht behält wird die Saison zeigen. Die Abhängigkeit von Marco Reus war in der vergangenen Saison gross und das holländische Talent Luuk de Jong muss erst zeigen, dass er die Lücke schliessen kann. Die Zeit wird knapp Für Lucien Favre wird es eine schwierige Aufgabe in kurzer Zeit ein funktionierendes Team aufzustellen. Dominguez war an der Olympiade, und Xhaka sowie de Jong müssen sich erst an das höhere Spielniveau in der Bundesliga gewöhnen. Das Pokalspiel in Aachen wird nicht reichen um die anfangs gewohnten Anpassungsprobleme abzustellen. Scheidet man dann gegen Kiew aus, wird der Druck nicht geringer. Bei diesem starken Gegner ist ein Weiterkommen zwar nicht Pflicht, würde aber ein entspannteres Arbeiten in den nächsten Wochen ermöglichen. Von Favre und Gladbach wird in dieser Saison deutlich mehr erwartet als in vergangenen Spielzeiten. Trotz der gewichtigen Abgänge und der Konkurrenz wie Wolfsburg oder Bremen, welche auch nicht untätig blieben. Hier liegt die Gefahr für Favre. Die Begeisterung kann wie zu Herthas Zeiten schnell in vernichtende Kritik umschlagen. Er hat seine Wunschtransfers bekommen und sollte nun die Resultate liefern. Auch Xhaka muss mit erst 19 Jahren beweisen, dass er eine Mannschaft in der Bundesliga lenken kann. Eine grosse Bewährung für beide Schweizer, welche mit einem Sieg am kommenden Dienstag gleich ein bisschen leichter werden könnte. Bild: www.borussia.de |
Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.
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