A night to remember!

Am Mittwoch kann der FC Basel mit einem Sieg gegen Manchester United ins Achtelfinal der Champions League einziehen. Eine grosse Chance für den Schweizer Verein, welche die Spieler mit viel Selbstvertrauen angehen.

Grosse Vorfreude

Als im vergangenen August die Vereine Benfica Lissabon und Manchester United dem FC Basel zugelost wurden, hätte wohl niemand zu träumen gewagt, dass es am letzten Spieltag der Gruppenphase zum entscheidenden Spiel um Platz 2 gegen die Red Devils kommt. Mit hervorragenden Leistungen gegen die favorisierten Teams aus Lissabon und Manchester, sowie erkämpften Siegen gegen Otelul Galati haben sich die Basler diese Finalissima verdient. Erinnerungen an den 12.11.2002 werden wach, als man mit einem 3:3 das grosse FC Liverpool aus der Champions League warf. Entsprechend selbstbewusst geht das junge Team in die Begegnung. Während der junge Granit Xhaka im «Blick» hofft, dass sie Manu «weghauen», bleibt der Captain Marco Streller diplomatisch und freut sich einfach, dass es der FC Basel aus eigener Kraft schaffen kann.

Die Form stimmt

Die Form stimmt beim FC Basel. Seitdem Heiko Vogel die Trainings am Rhein leitet, haben die Bebbis in 11 Spielen erst einmal verloren und eilen in der Super League von Sieg zu Sieg. Selbst schwächere Spiele wie gegen Will und Luzern werden am Schluss gewonnen, da die Spieler mit grossem Selbstvertrauen und viel Routine auftreten. Alex Frei und Marco Streller befinden sich in einer beneidenswerten Form und gehören selbst in der Champions League zu den besten Stürmern. Dahinter brillieren die jungen Fabian Frei und Granit Xhaka, während sich mit David Ángel Abraham und Aleksandar Dragovic endlich ein starkes Innenverteidiger-Duo gefunden hat.

Bescheidenheit gefragt

Trotzdem geben die Erfolge der vergangenen Woche keinen Anlass abzuheben. Die erste Halbzeit gegen Luzern hat aufgezeigt, wo die Schwächen dieses FC Basels liegen. Spielt der Gegner zielgerichtet und mit Tempo bekommen die Aussenverteidiger des Meisters Probleme. Vor allem Joo-Ho Park sah am Samstag mehrmals schlecht aus, und wurde folgerichtig in der 57. Minute ausgewechselt. Wer den pragmatischen Tempofussball der Red Devils kennt wird erahnen, mit welchem Plan Alex Ferguson in das Spiel gehen wird. Können die Bebbis ihre Schwächen auf den Aussenpositionen nicht abstellen, könnte das Spiel schneller entschieden sein, als den Fans lieb ist. Zwar ist Manchester United momentan nicht in unbestechlicher Form, doch im Gegensatz zu Winter und Gygax nutzen Spieler wie Rooney und Nani in der Regel ihre Grosschancen.

Personalrochaden?

Eventuell würden sich einige Personalrochaden für das Spiel anbieten. Philipp Degen ist für die Champions League leider nicht akkreditiert, weswegen man auf der Rechtsverteidigerposition wohl oder übel auf Markus Steinhöfer zurückgreifen muss. Für Joo-Ho Park hingegen gibt es eine Alternative. Bereits in mehreren wichtigen Spielen hat Xherdan Shaqiri  bewiesen, dass er diese Position zur vollsten Zufriedenheit ausfüllen kann. Im Mittelfeld könnte dafür Scott Chipperfield nötige Erfahrung und Aggressivität einbringen. Gleichzeitig würde man die Abwehr stabilisieren, und das junge Mittelfeld um Fabian Frei und Granit Xhaka verstärken. Denn darauf dass man wieder 3 Tore gegen die Mannschaft aus Manchester schiesst, sollte man nicht vertrauen.

Chance nutzen

Bleibt der FC Basel im Abschluss so effizient wie in den vergangenen Wochen und lehrt aus seinen Fehlern im Hinspiel, hat er gegen das übermächtig scheinende Manchester United eine kleine Chance. Das Ausscheiden im Cup und das blamable 1:6 gegen Erzrivale Manchester City haben das Selbstvertrauen der Red Devils merklich angekratzt. Ausserdem fällt der halbe Sturm verletzt aus, und Wayne Rooney hat wettbewerbsübergreifend seit dem 18. Oktober nicht mehr getroffen. Ohne falsche Bescheidenheit, aber auch nicht hochtrabend, muss der FC Basel versuchen sein Spiel zu machen. Heute darf man noch Träumen, dass den Bebbies der grosse Coup gelingen mag. Morgen kann dieser Traum schneller vorbei sein als einem lieb ist. Europa kann brutal sein, aber auch unvergessliche Abende produzieren. Hoffen wir für den FC Basel auf Letzteres.

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Seit zehn Jahren kaum zu stoppen

Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.

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