Ein Gegner zum richtigen Zeitpunkt? |
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kurzpass.ch stellt euch vor dem spannenden Duell in der Champions League den Gegner des FC Basels vor. Heute: die Offensivabteilung des FC Bayern München, die momentan etwas in der Krise steckt. Formtief Ein mageres 0:0 resultierte für die Bayern dieses Wochenende gegen den Tabellenletzten aus Freiburg. Die stärkste Offensive (49 Tore) brachte es gegen die schwächste Defensive (47 Tore) nicht fertig einen Treffer zu erzielen. Seit Beginn der Rückrunde befindet sich der FC Bayern München in einem Formtief. Während die Defensive gewohnt sicher steht, läuft es im Vorwärtsgang nicht rund. Statisch und mit hohen Bällen wurde in Freiburg versucht, das Bollwerk des SCs zu durchbrechen. Magere drei Schüsse brachte die Offensivabteilung um Franck Ribéry und Mario Gomez aufs Freiburger Tor. Richtig gefährlich wurde es nie. Anstatt mit Tempo und Varianz, wie es Dortmund oder Gladbach praktizieren, wird das Glück mit hohen Bällen oder in Einzelleistungen der Flügelspieler gesucht. Ohne Bewegung und mit Rückpässen zu Manuel Neuer, welche Uli Hoeness die berüchtigte Zornesröte ins Gesicht treiben, kommt das Spiel des FC Bayern seit Beginn der Rückrunde nicht in Fahrt. Es geht auch anders Dass es die Bayern anders können, zeigten sie in der Hinrunde. Schneller als die meisten gedacht haben, fand Jupp Heynckes eine perfekte Balance zwischen Offensive und Defensive. Die schnellen Flügel Müller und Ribéry nutzten die Breite des Feldes aus, während Schweinsteiger und Kroos das Spiel im Zentrum dirigierten. Gomez als alleinige Sturmspitze fand dadurch Platz, welchen er wirkungsvoll in Treffer ummünzte. 43 Treffer erzielte der FC Bayern alleine in der Hinrunde. Mit 7:0 schlug er den SC Freiburg zuhause. Man muss kein Experte sein um festzustellen, dass der FCB die Leichtigkeit der Hinrunde verloren hat. Doch woran liegt es? Mehrere Faktoren Wie immer, lässt sich das Problem nicht nur auf einen Faktor reduzieren. Die Medien schiessen sich gerade gerne auf den Egoisten Arjen Robben ein. Seit er wieder zurück ist, soll es bei den Bayern nicht mehr laufen. Wer das Spiel in Freiburg gesehen hat, weiss dass dies nicht stimmen kann. Durch Robbens Einwechslung in der 46. Minute kam wieder das ersehnte Tempo und Variantenreichtum ins Spiel. Ein wichtiger Faktor ist sicherlich der Ausfall von Bastian Schweinsteiger. Wie Xavi beim FC Barcelona, ist er die ordnende Hand im Mittelfeld der Bayern, der Taktgeber welcher entscheidet ob der Angriff durch die Mitte oder über die Flügel geht. David Alaba oder Toni Kroos beherrschen dieses Spiel (noch) nicht, wodurch der gesamte Spielaufbau der Bayern hinkt. Anstatt Schweinsteiger anspielen zu können, sucht Badstuber vermehrt in hohen Bällen sein Glück, was zur Folge hat, dass das ganze Bayern Mittelfeld zur Staffage verkommt. Ausser Form Der Ausfall des Schlüsselspielers liesse sich immerhin kurzfristig überbrücken, hätten die restlichen Mittelfeldspieler ihre Normalform. Toni Kroos ist auf der Suche nach seiner Form der Hinrunde, Arjen Robben ist nach seiner Verletzung noch nicht auf Topniveau und Thomas Müller spielt bis jetzt die schlechteste Saison seiner Karriere. Nur Franck Ribéry spielt eine rundum hervorragende Saison, und rettete mit seinen Aktionen in der Rückrunde schon den einen oder anderen Punkt. Auch an Mario Gomez im Sturm liegt es nicht. Wettbewerbsübergreifend hat er bereits 27 Treffer in 31 Spielen erzielt, davon alleine 18 in der Bundesliga. Ihm fehlen momentan die Zuspiele. Er arbeitet zwar mit nach hinten, der mitspielende Stürmer ist er aber nicht. Ohne Unterstützung durch das Mittelfeld ist er als alleinige Sturmspitze verloren. Die null Torschüsse in Freiburg belegen dies eindrücklich. Nicht unterschätzen Heiko Vogel machte sich am Samstag im nahegelegenen Freiburg selber ein Bild von der momentanen Form der Bayern. Er wird sicherlich die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Unterschätzen sollte die Bebbi den FC Bayern München nicht. Dem Starensemble fehlt im Moment die Sicherheit, Sicherheit welche ein überheblicher Gegner liefern könnte. Ein überzeugender Sieg, drei schön herausgespielte Spielzüge, und in Deutschland wird wieder darüber diskutiert wie man diese Bayern noch aufhalten kann. Basel muss aggressiv spielen, früh stören. Der FC Bayern darf nicht sein Spiel aufziehen können. Damit hat der HSV und auch Freiburg den Bayern Punkte abgenommen. Die Flügelspieler müssen doppelt gedeckt werden, und im Zentrum muss man gegen Gomez die Lufthoheit waren. Einfach wird es für Basel nicht. Vor allem da Bayern unter Druck steht. Sie müssen im St. Jakobs-Park gewinnen, und zwar überzeugend. Für Müller wird wohl Robben in der Startformation stehen und um einen Stammplatz kämpfen. Das Duell Park-Robben könnte zum Schlüssel dieser Begegnung werden. Mut und Einsatz Mit hoher Laufbereitschaft und dem Selbstvertrauen aus dem Manchester-Spiel muss der FC Basel den Bayern entgegentreten. Ohne falsche Bescheidenheit und mit Mut soll der Weg nach vorne gesucht werden. Mannschaften welche von Anfang an auf Schadensbegrenzung aus waren, gingen gegen München unter. So auch Kaiserlautern beim 0:2 am 21. Spieltag. Der FC Bayern München kommt sicherlich nicht zum falschen Zeitpunkt nach Basel. Doch sollten die Bebbi sich in Erinnerung rufen, was man gemeinhin über einen angeschlagenen Boxer sagt … Hier gehts zum ersten Teil der Bayern-Vorschau: Die Defensive. |
Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.
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