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Wer Fussball im TV schauen will, muss tief in die Tasche greifen. Die immer weiter verbreitete Alternative heisst: Live-Streams im Internet. Aber ist das überhaupt legal? kurzpass.ch klärt auf – und gibt wertvolle Tipps.
600 Franken im Jahr für Live-TV Wer am frühen Samstagabend ins Programm des Schweizer Fernsehens zappt, der sieht Monika Fasnacht beim Jassen. Am Sonntagnachmittag gibts beim öffentlichen Fernsehen eine Tierdokumentation oder allenfalls ein Skirennen zu bestaunen. Schweizer Fussball findet man hier auf jedenfalls nicht. Noch nicht – erst ab nächster Saison zeigt SF jede Runde ein Spiel aus der Super League. Bis dahin müssen Fussballfans auf das Pay-TV-Angebot von «Teleclub» ausweichen, wollen sie eine Direktübertragung in ihr Wohnzimmer. Und das hat seinen Preis: 50 Franken im Monat zahlt, wer sich bei Teleclub das «Sportpackage» gönnt. Wer über die ganze Saison auf dem Laufenden bleiben will, kommt damit auf 600 Franken pro Jahr – allein um Super-League-Spiele zu schauen ein happiger Preis. Über Swisscom TV gibt es alternativ die Möglichkeit, Fussball für 2.50 Franken pro Spiel «on demand» zu bestellen. Wer sich da einen Match pro Runde gönnt, fährt mit 90 Franken pro Saison günstiger. Dazu kommen jedoch noch Vertragsgebühren, denn das Angebot gilt nur für Swisscom-Kunden. Alternativen gibt es online Fussballschauen als teurer Spass? Im Internet gibt es Alternativen! Und diese werden immer besser und zahlreicher. Jedes Spiel, das «Teleclub» in Schweizer Stuben überträgt, findet sich mittlerweile auch im Internet als kostenloser Live-Stream. Auch Bundesliga-Konferenz, Premiere-League-Spitzenkampf oder «El Clásico» aus Spanien gibts live – und absolut kostenlos. Bezahlfernsehen gratis vom Internet saugen, das klingt nach einer ziemlich krummen Sache. Doch das Schauen von Live-Streams ist in der Schweiz vollkommen legal, wie ein Medienrechtsexperte der Universität Zürich gegenüber kurzpass.ch bestätigt. Genauso wie es absolut legal sei, TV-Serien oder Kinohits online zu schauen. Mindestens in einer gesetzlichen Grauzone bewegen sich jedoch die Anbieter der Dienste – sie verstossen schliesslich gegen Copyright-Bestimmungen. Dies zeigt das Beispiel der Webseite atdhe.net, die lange Zeit Live-Streams von Fussball-, Eishockeyspielen und vielem mehr anbot, kürzlich jedoch von der amerikanischen Behörde abgeschaltet wurde. Den Anbieter störte dies wenig, unter atdhenet.tv sind die Übertragungen nun wieder zu finden. Häufig noch Qualitätsmängel Mit dem Gesetzgeber kommt man als Live-Stream-Benutzer also nicht in Konflikt. Dafür gibt es andere Hindernisse, die einen einwandfreien Fussball-Genuss verhindern. Zwar ist das Angebot mittlerweile reichhaltig und man hat oft die Auswahl aus mehreren Links pro Spiel – allein, den richtigen zu finden ist nicht einfach. Bei manchen lässt die Qualität arg zu wünschen übrig: Der Ton hinkt eine halbe Sekunde hinter dem Bild her, die Übertragung ist stark verpixelt, der Kommentar auf arabisch oder spanisch. Fazit: Wer Spiele in HD-Qualität und mit perfektem Ton geniessen will, der muss weiterhin das Portemonnaie zücken. Wem es jedoch nur darum geht, bei nationalen oder internationalen Spielen live dabei zu sein, der kann sich das «Teleclub»-Abo in Zukunft sparen. Für alle «Live-Stream-Einsteiger» hat kurzpass.ch hier die wichtigsten Tipps zusammengefasst. |
Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.
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