YB: Ukrainischer Glamour im Liebefeld |
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Auch nach der EM ist es bei YB ruhig, was Transfers betrifft. Am MLG-Cup konnten die Young Boys ihr Können am ukrainischen Meister Schachtar Donezk testen. kurzpass.ch stand zwischen den Spielerbänken. Zurück zum Alltag Die Nationalmannschaftstrikots werden wieder im Schrank verstaut, das T-Shirt in den Clubfarben bereitgelegt. Nach drei Wochen vor dem Fernsehen bereitet die Fussballschweiz sich nun wieder auf den Gang ins Stadion vor. Transfers und neue Trikots dominieren das Gespräch. Mit Torrichtern müssen wir uns nicht mehr beschäftigen, denn für die Raiffeisen Super League reichen vier Unparteiische. Von Mesut Özil zurück zu Moreno Costanzo, Alex Frei anstelle von Cristiano Ronaldo. Testspiele helfen die Tage zwischen Euro und Saisonstart zu überbrücken. Weniger ist mehr Sommerpause, normalerweise eine unruhige Zeit, in welcher viel transferiert wird und viele Gerüchte sich ihren Weg durch die Medien bahnen. Nicht so bei YB in diesem Jahr. Es ist verdächtig ruhig um den Club aus der Hauptstadt. Nach dem Sturm folgt die Ruhe; nach dem totalen Umbau und der Aufstockung des Kaders folgt das Abbauen. Überflüssige Spieler sollen abgestossen werden, neue kaum verpflichtet werden. Der einzige Zugang bis jetzt ist Christian Schneuwly, der aus Thun zurückgeholt wurde. Wie sinnvoll diese Taktik ist, wird sich zeigen. Die meisten Positionen sind überbesetzt und deshalb ist es keine schlechte Sache, dass Spieler, die kaum zum Einsatz gekommen sind, abgegeben werden. Aber gerade in der Innenverteidigung würde eine Verstärkung nicht schaden. Mit Alain Nef, Dusan Vekovac, Juhani Ojala und Marco Bürki aus dem Nachwuchs sind auch diese beiden Positionen doppelt besetzt, aber dennoch nicht über alle Zweifel erhaben. Scott Sutter befindet sich übrigens noch in Bern, wurde aber bis jetzt bei keinem Testspiel eingesetzt. Er dürfte sich bald in Richtung England verabschieden. Champions-League-Teilnehmer im Liebefeld YB bestritt am Mittwoch gegen den amtierenden ukrainischen Meister und Cupsieger Schachtar Donezk ein Testspiel in Köniz. 4:3 verlor das Heimteam den für ein Testspiel sehr unterhaltsamen Match. Mircea Lucescu, der Trainer von Schachtar, bremste seine Spieler und ermahnte sie zu passen und nicht zu rennen, da das Spiel 90 Minuten dauern würde. Er tobte bei jedem Gegentor, dass seine Mannschaft nicht zu verhindern wusste und suchte das Gespräch mit dem verantwortlichen Verteidiger. Die Zuschauer, die sich zwischen den beiden Ersatzbänken aufgestellt hatten, konnten nicht das ganze Spielfeld überblicken, doch die Anweisungen der Trainer hörte man dort sehr gut. Und Lucescu war empört, weil wir, die fast hinter seiner Ersatzbank standen, seinen Angriff, beziehungsweise das Tor von YB in der ersten Halbzeit nicht ganz sehen konnten und er wohl davon ausging, dass sich das Spiel zum grössten Teil dort abspielen würde. «Ihr seht nichts», stellte er kopfschüttelnd auf Englisch fest. YB-Trainer Martin Rueda kümmerte sich weniger um die Fans, er war damit beschäftigt, seinen Spielern mitzuteilen, was sie zu spielen und wo sie zu stehen hatten. Zwischenzeitlich wähnte man sich an einem Juniorenspiel deswegen. In der ersten Halbzeit waren die «Young bees», wie sie auf Schachtars Website genannt werden, unterlegen. Zur Pause stand es demnach auch 4:2 für die Ukrainer. Doch in der zweiten Halbzeit konzentrierten sich diese mehr auf die Verteidigung, YB hatte mehr Platz, spielte besser auf und einige Male kombinierten sie sich sehr schön über das Spielfeld. So schoss Bobadilla («Babadilla» von Schachtar betitelt) noch den Anschlusstreffer. Shnevli Auf dem heimeligen Fussballplatz im Liebefeld wurde zwischen Hochwasseralarm und der Ermahnung, die Tribünengäste sollten ihre Würste auf der linken Seite des Feldes kaufen gehen, etwas verbliebener Europameisterschaftsglamour versprüht: drei Spieler, die zum EM-Kader von der Ukraine gehörten, kamen zu einem Einsatz unter anderem Goalie Pyatov. Überragend war aber Willian, einer von acht Brasilianern in Schachtars Diensten, der gleich drei Tore markierte. Mit einem geschätzten Marktwert von 26,5 Millionen ist er für YB leider kein Thema. Können die Young Boys ihre offensiven Kräfte halten, sollte das für die Super League genügen. So wie wir Probleme mit den ukrainischen Namen, so haben sie es mit unseren: Christian Schneuwly wird im Matchbericht von Schachtar Shnevli genannt – tönt sehr ukrainisch. Bild: shakhtar.com |
Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.
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