Stagnation! |
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Die letzten Nati-Spiele zeigten: Wird es ernst für die Schweiz, schiesst das Mittelfeld die Tore. Nach den zwei Treffern von Barnetta in England trumpfte Shaqiri gegen Bulgarien auf. Im Schatten blieb dabei einmal mehr der designierte Torjäger Eren Derdiyok. Schwache Bilanz Nach den Rücktritten von Marco Streller und Alex Frei lastet die Verantwortung im Schweizer Sturm auf den Schultern des 23-jährigen Eren Derdiyok. Ein Stürmer, welcher in der Nationalmannschaft und in seinen Vereinen selten über längere Zeit konstant gute Leistungen ablieferte. Während seine Bilanz von 3 Toren in 34 Länderspielen katastrophal ist, klingen die jeweils 25 Tore beim FC Basel und bei Bayer Leverkusen in 88 respektive 83 Spielen bereits besser, auch wenn sie weit entfernt sind von den Werten eines Alex Freis. Fehlende Einsatzzeiten Ein Grund für diese schwache Bilanz sind die Einsatzzeiten des Baslers. In gerade einmal 6 Spielen für die Schweiz durfte Eren Derdiyok über die vollen 90 Minuten auf Torejagd gehen. Und auch beim FC Basel wurde er von Christian Gross als Einwechselspieler geschätzt, da der heutige YB-Trainer auf den grossgewachsenen Marco Streller setzte. Bei Bayer Leverkusen konnte er in der ersten Saison diesen Fluch besiegen, da sich der Stürmer Patrick Helmes verletzte. Eren Derdiyok nutzte die Chance und feierte mit 12 Toren eine gelungene erste Bundesligasaison. Doch bereits in der nächsten Spielzeit schrumpften die Einsatzzeiten und der Schweizer Stürmer kam nur noch auf ein halbes Dutzend Treffer. Trotz starker Vorbereitung blieb er bislang in der aktuellen Saison noch ohne Torerfolg in der Bundesliga und durfte auch erst einmal von Beginn an spielen. Schneller Aufstieg Ein Grund für den kurvenreichen Karriereverlauf des Baslers könnte sein (zu) schneller Aufstieg sein. Durch wichtige Tore gegen den FC Barcelona und für die Nationalmannschaft im Wembley spielte er sich schnell in die Notizblöcke der Scouts, und wechselte nach nur drei Saisons beim FC Basel für den stolzen Betrag von 7.5 Mio. Franken zu Bayer Leverkusen. Parallelen zu Xherdan Shaqiri treten auf, welcher momentan auch durch seine Traumtore europäische Talentspäher entzückt und wohl spätestens nächsten Sommer zu einem grossen europäischen Verein wechseln wird. Shaqiri ist aber beim FC Basel und auch in der Nationalmannschaft klarer Stammspieler und konnte bereits viel Verantwortung in der Champions League und der Meisterschaft übernehmen. Erfahrungen, welche Derdiyok bis zu seinem Wechsel nach Leverkusen fehlten und welche ihn nun im raueren Umfeld der Bundesliga zu überfordern scheinen. Ewiges Talent? Eren Derdiyoks Körpermasse und sein Talent mit dem Ball prädestinieren ihn für eine grosse Karriere. Wenige Spieler in der Schweiz bringen diese Voraussetzungen mit. Doch leider schöpft er sein Potential zu wenig aus. Ohne Ausstrahlung und ohne erkenntlichen Biss läuft er über den Platz, und so laufen auch viele Spiele an ihm vorbei. Symbolisch seine verzweifelnden Ausrufe nach dem 1:0 der Bulgaren und den ideenlosen Angriffen der Schweizer. Konstanz heisst das Zauberwort: Talent haben viele Spieler, der Schlüssel zum Erfolg liegt aber darin, dieses Talent konstant abzurufen. Um sich in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft endgültig durchzusetzen benötigt es diesen nächsten Schritt. Ansonsten könnte Derdiyok zum ewigen Talent verkommen. Von dieser Sackgasse ist der Stürmer zwar noch weit entfernt, doch im Fussball kann es mitunter schnell gehen und Eren Derdiyok muss diese Saison entscheiden, welche Abzweigung er wählt. |
Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.
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