Ausländer in der Schweiz

Sie kommen aus aller Herren Länder und verdienen in der Schweiz gutes Geld. kurzpass.ch zeigt, bei welchen Clubs und auf welchen Positionen ausländische Fussballer hierzulande besonders oft anzutreffen sind.

Von «Ausländern» und «Schweizern»

Vielen Fussballinteressierten ist bekannt, dass gewisse Vereine in der Schweiz herzlich wenig von einheimischen Kickern halten. Allen voran der FC Sion, bei dem lange kein einziger Schweizer der Stammformation angehörte. Wenig weiss die Öffentlichkeit darüber, welche Spielerpositionen besonders häufig von Söldnern besetzt werden. kurzpass.ch hat recherchiert und liefert erstmals Resultate.

Als Grundlage für die Untersuchung wurden die Startaufstellungen der 28. und 29. Super-League-Runden verwendet. Der Autor behielt sich vor, gewisse Anpassungen vorzunehmen. Spieler, die einen grossen Teil ihrer Jugend in der Schweiz verbracht haben, werden als «Schweizer» gewertet. Beispielsweise wird der YB-Akteur Elsad Zverotic nicht als «Ausländer» kategorisiert, da er seine Fussballausbildung in der Schweiz genoss. Die errechneten Werte ändern sich natürlich mit den Startaufstellungen der Mannschaften, sprich von Spiel zu Spiel. Die Tendenzen bleiben aber dieselben.

Ein Land von Torhütern

Die Eidgenossenschaft ist ein Land von Torhütern. Jeder Verein in der Super League, ausgenommen der FC Sion, hat Schweizer Fleisch zwischen seinen Pfosten. Es erstaunt nicht, hat die Schweiz doch immer wieder gute und international erfolgreiche Torhüter hervorgebracht. Denken wir nur an Diego Benaglio, der zeitweise als kommender letzter Mann bei den Bayern im Gespräch war. Einen ähnlichen Anteil an Schweizer Spielern wird auf keiner anderen Position erreicht.

Melting pot – Aussenbahnen und zentrales Mittelfeld

Auf den Aussenbahnen lässt sich keine klare Tendenz feststellen. Der Anteil «Ausländer» bei den Aussenverteidigern liegt bei 33 Prozent. Auch die Flügelpositionen im Mittelfeld sind zu einem guten Teil von «Schweizern» besetzt. Nur gerade in einem Drittel der Fälle werden die Aussenbahnen von «Ausländern» beackert. In der Kategorie der zentralen Mittelfeldspieler sind es sogar nur 30 Prozent. Diese Kategorie ist aber schwierig greifbar. Es wurde in der Untersuchung keine Unterscheidung zwischen offensiven und defensiven Mittelfeldakteuren gemacht, da die taktische Ausrichtung aus den Aufstellungen nicht durchwegs ersichtlich ist. Tendenziell ist es aber so, dass im defensiven Mittelfeld besonders viele Schweizer eingesetzt werden.

Stürmer und Innenverteidiger auf der Einkaufsliste

Die Stürmerpositionen werden oft durch leistungsstarke «Ausländer» besetzt. Das Traumduo Streller/Frei am Rheinknie bildet hier die Ausnahme. Das Anforderungsprofil eines Stürmers ist durch technische Finesse und einen robusten Körperbau geprägt. Der kleine Schweizer Spielermarkt kann diese Anforderungen nur selten befriedigen, was einen Transfer von ausserhalb der Landesgrenzen nötig macht. In der Startformation ist der Anteil an ausländischen Torjägern regelmässig bei 50 und mehr Prozent.

Bei den zentralen Verteidigern zeigt sich dasselbe Bild. Kopfballstärke, Körpergrösse, Zweikampfstärke und einen robusten Körperbau sind auf dieser Position unabdingbar. Alles Eigenschaften, die auf Schweizer Fussballtalente selten in kombinierter Form zutreffen. Am 29. Spieltag waren 73 Prozent der eingesetzten Innverteidiger «Ausländer» gemäss der beschriebenen Kategorisierung. Ein unglaublich hoher Wert!

Söldner oft in der Startformation

Der Anteil an ausländischen Spielern in der Stammformation ist deutlich höher als ihr Anteil in den Kadern der Super-League-Vereinen. In der 29. Runde waren es 40 Prozent. Der Anteil Schweizer Spieler in den Mannschaftskadern ist massiv höher. Dies darf aber nicht erstaunen. Die teilweise sehr jungen Eigengewächse aus den Nachwuchskadern sind oft Schweizer. Ihre Einsätze in der ersten Mannschaft sind aber bestenfalls an einer Hand ablesbar. Sie werden kaum eingesetzt.

Dass Stürmer- und Innenverteidiger-Positionen besonders oft von ausländischen Akteuren besetzt sind, ist auffällig. Das anspruchsvolle Anforderungsprofil können nur wenige in der Schweiz ausgebildete Profis erfüllen. Einerseits hängt dies mit natürlichen Faktoren (Körperbau, Körpergrösse) zusammen. Anderseits wird es vermutlich bei der Ausbildung auf diesen Position besonders viele Mängel geben.

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«Dank Völler habe ich eine Rudi-Rente»

Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.

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