Ausser Kontrolle

Christian Constantin verklagt weiterhin alles und jeden – und bringt damit den FC Sion in grosse Schwierigkeiten. Die Konsequenzen könnten für den Walliser Verein existenzbedrohend sein.

Constantin bleibt stur

Das Urteil des Walliser Kantonsgerichtes war so verheerend für den FC Sion, das sogar Klub-Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen nach Worten rang. «Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut», so seine erste Reaktion laut «Blick». Die sechs Neuzugänge sind ab sofort wieder gesperrt, und das Gericht gibt dem FC Sion die Hauptschuld am Chaos. Die Strategie von Sion brach zusammen wie ein Kartenhaus, der Verein steht vor einem Scherbenhaufen.

Christian Constantin lässt sich von alldem nicht beirren. Wie ein kleines Kind, das eine Niederlage nicht akzeptieren kann, klagt CC munter weiter. Vom französischen Fussballverband will er 10 Millionen Euro Schadenersatz, weil Sion nicht in der Europa League spielen darf. Sollte das CAS-Urteil – wie allgemein erwartet – negativ ausfallen, will er vor Bundesgericht. Selbst Constantin-Sympathisanten können mittlerweile nur noch den Kopf schütteln ob den Gebaren des Sion-Alleinherrschers, der endgültig den Bezug zur Realität verloren hat.

Öffentliche Verunglimpfung der UEFA

Die Kommunikation des Klubs bewegt sich auf einem bedenklich tiefen Niveau. Über mehrere Tage war auf der Startseite der Sion-Homepage ein Screenshot der Facebook-Seite eines FIFA-Mitarbeiters zu sehen, der sich negativ über den FC Sion geäussert hat. Über einer Meldung zur UEFA prangerte ein grosses Bild, auf dem das UEFA-Logo mit dem Satz «we care about money» zu sehen war.

Constantin hat sich in den letzten Monaten viele Feinde geschaffen. Jetzt liegt der FC Sion am Boden, und seine Gegner werden ohne Rücksicht auf Verluste gegen den Klub vorgehen. Obwohl CC darauf beharrt, dass es keine Forfait-Niederlagen gegen Sion geben wird, ist die Realität eine andere. Die Chance ist gross, dass dem FC Sion 16 Punkte abgezogen werden und sich die Walliser am unteren Ende der Tabelle wiederfinden.

Wird Sion von der Liga ausgeschlossen?

Doch damit nicht genug. Die UEFA und Michel Platini, der einige Demütigungen über sich ergehen lassen musste, wird zum Gegenschlag ausholen. Gut möglich, dass der FC Sion auch zukünftig von europäischen Wettbewerben ausgeschlossen wird. Auch werden Schadenersatzforderungen auf Constantin niederprasseln, der mit seiner Klagewut viele Kosten verursacht hat.

Schliesslich hätte die Liga sogar die Option, den FC Sion von der Meisterschaft auszuschliessen. Die Delegiertenversammlung kann dies auf Antrag des Zentralvorstandes mit einem ¾-Stimmenmehr tun, wenn ein grober Verstoss gegen die Grundsätze der ungeschriebenen Sportgesetze vorliegt oder ein Klub sich sportschädigend verhält, wodurch das Ansehen des Verbandes oder es Fussballs beeinträchtigt wird.

Schadensbegrenzung nötig

Eins ist sicher: Dem FC Sion stehen unruhige Zeiten bevor. Die Sturheit von Christian Constantin könnte verhängnisvolle Konsequenzen haben. Solange CC sich nicht um Schadensbegrenzung bemüht, sieht die Zukunft des Klubs düster aus.

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Kommentare  

 
#1 Arturio Goncalez 2011-11-29 22:46
Ganz ganz ganz schlechter Artikel! Kurzpass ist ja eigentlich bekannt für gut recherchierte Berichte, besonders über den Schweizer Fussball! Was der Autor hier aber (v)erbrochen hat, erstaunt mich doch sehr. In jedem zweiten Blick-Artikel werden mehr Fakten präsentiert! Hier wurde weder recherchiert, noch die Informationen kritisch und objektiv aufgearbeitet. Einfach aus dem Blick abgeschrieben und mit einer subjektiven Meinung ergänzt. Schade, den das Thema würde ganz sicher interessanten Stoff für die eine oder andere Reportage bieten. Ich freue mich schon auf den nächsten, hoffentlich besseren, Artikel auf Kurzpass.
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