Der FC Luzern auf Konfrontationskurs |
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Zensur auf Facebook und drohendes Fahnenverbot – Der FCL verärgtert seine eigenen Anhänger. Eine beliebte Fanseite hat die Konsequenz gezogen und sich vom Netz genommen, nachdem sie vom Klub beleidigt wurde. Am Tiefpunkt angelangt Der Haussegen hängt schief beim FC Luzern. Das Verhältnis zwischen Vereinsführung und Fans ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Bereits seit längerer Zeit versucht der Klub mit Drohungen gegen die gesamte Fankurve gegen Pyros vorzugehen (kurzpass.ch berichtete schon im März). Nachdem die Fans nun beim letzten Meisterschaftsspiel in Thun erneut Fackeln gezündet hatten, platzte den FCL-Verantwortlichen der Kragen. Sie drohten in einer Mitteilung, beim nächsten Abbrennen von Pyros jegliche Fahnen in der Swissporarena zu verbieten. Dieser harte Konfrontationskurs stösst auf Unverständnis. So auch beim langjährigen Luzern-Anhänger Manuel Feer. Er ist Projektmitarbeiter bei der FCL-Fansite JustCantBeatThat.com (JCBT). «Die Pyro-Diskussion scheint für den Verein unglaublich zentral zu sein und wird mit der gesamten Fankultur verknüpft, obwohl wir sonst sehr viel Kreatives machen», ärgert er sich. Dass die blau-weisse Fankultur eben mehr ist als das Abbrennen von Fackeln, versuchte Feer in einem längeren Schreiben klarzumachen, in welchem er sich auch kritisch gegenüber dem Verein äusserte. Der differenziert verfasste Artikel erschien auch auf kurzpass.ch. Doch beim Verein stiess er damit auf taube Ohren. Nachdem Mitarbeiter von JCBT den Text auf dem Facebook-Profil des FC Luzern verlinkten, wurden die Beiträge gelöscht und ihre Facebook-Konten blockiert. Ein Zeichen setzen Dieses Verhalten der Clubleitung habe sie sehr enttäuscht, sagt Manuel Feer gegenüber kurzpass.ch. Als Konsequenz ist die beliebte FCL-Fansite ab sofort nicht mehr online. Stattdessen erscheint auf justcantbeatthat.com nur ein offener Brief mit dem Titel «Lieber FC Luzern», in dem sich die Betreiber an ihren Lieblingsclub richten. «Wir wollen, indem wir unsere Website vorübergehend vom Netz nehmen, ein Zeichen setzen und darauf aufmerksam machen, wie viel der Verein durch seine radikale Haltung kaputt macht», sagt Manuel Feer. Die ganze Luzerner Fanszene sei unter der aktuellen Vereinsführung bedroht. JCBT wurde vor mehreren Jahren von einem Schweden gegründet und ist seither zu einer schweizweit einzigartigen Online-Community ausländischer Fans gereift. Dank ihrer eloquenten und zuweilen sarkastischen Art über Fananliegen zu berichten, erfreut sich die Website mittlerweile grosser Beliebtheit in FCL-Kreisen. «FCL kann so nur verlieren» Doch vorerst bleibt die Website abgeschaltet. Wie lange weiss Manuel Feer noch nicht. Er hofft, dass sich der FC Luzern auf einen Dialog mit den Fans einlässt. «Am Ende kann der Verein mit seiner aktuellen, radikalen Haltung nur verlieren», ist er sicher. «Die Fans sitzen am längeren Hebel.» Auch GC-Fans abgekanzelt Hier gehts zum polarisierenden Artikel von Manuel Feer. Bild: fcl.fan-fotos.ch |
Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.
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Kommentare
Und ich hab endlich mal die Sprechgesänge der Auswärtsfans verstanden - welche, wohlgemerkt, so an die 20 Glühstäbchen abbrannten...
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