Die Top 11 der Saison

Welche Akteure haben diese Saison die Liga geprägt? Die kurzpass.ch-Redaktion stellt euch die Top 11 vor, die sie nachhaltig beeindruckt hat – sowie die Spieler, die den Sprung knapp verpassten.

Tor

Yann Sommer (Basel) − Eine brillante erste Saison als Stammtorwart bei den Baslern, machte Vorgänger und Publikumsliebling Costanzo vergessen. Starke Reflexe, positive Ausstrahlung und konstante Leistungen machen den erst 23-jährigen Sommer zu einem kompletten Torhüter, der sich anschickt, Benaglio im Tor der Schweizer bald zu verdrängen.

Verteidigung

Markus Steinhöfer (Basel) − Der rechte Aussenverteidiger hat seinen Stammplatz in Basel diese Saison verteidigt und ein solides Jahr gespielt. Defensiv nicht immer unfallfrei und ab und an mit Flanken ins Niemandsland, offensiv aber mit starken neun Assists. Geniesst unterdessen wegen seines Lattenschusses im Spiel gegen Manchester Kultstatus bei den Fans.

Vilmos Vanczák (Sion) − Das Kopfballungeheur der Liga kommt aus Ungarn, unglaubliche neun Tore erzielte Vanczák auf diese Weise. Kann Rechtsverteidiger sowie Innenverteidiger spielen, ist zweikampfstark, defensiv sehr solid und setzt mit guten Flankenläufen auch offensiv Akzente. Und mit dem Kopf wohl der stärkste landesweit.

David Abraham (Basel) − Überragende Saison des Argentiniers in seinem vierten Jahr beim Branchenprimus. Der Abwehrchef der Basler ist vorne torgefährlich und hält hinten den Laden zusammen. Sein Kontrakt läuft diesen Sommer aus und eine Vertragsverlängerung lehnte Abraham ab, ihn zieht es ihn die grossen Ligen (Hamburg, Getafe).

Christoph Spycher (Young Boys) − Einer der wenigen, die bei YB Normalform erkennen liessen und konstant ihre Leistung brachten. Kann defensiv fast alles spielen, agiert zumeist aber als linker Verteidiger. Führungsspieler und unglaublich wichtig für eine Mannschaft, sehr routiniert mit gutem Stellungsspiel, dazu sehr sicherer Elfmeterschütze.

Mittelfeld

Adrian Winter (Luzern) − Wechselte letzten Sommer von Absteiger St. Gallen zu Luzern, wo er so richtig aufblühte und auf der rechten Seite für mächtig Druck sorgt und seinen Anteil an Luzerns Höhenflug hat. Gute fünf Tore und vier Assists, behauptete seinen Stammplatz auch gegen Ex-Nationalspieler Gygax, und wurde unterdessen selber erstmals ins Nationalkader aufgeboten.

Granit Xhaka (Basel) − In seinem zweiten Jahr als Profi entwickelte sich der 19-Jährige zum unbestrittenen Stammspieler, hält die Fäden in der Hand, hat eine starke Übersicht und verteilt die Bälle gut. Auch international mit überzeugenden Auftritten, nicht per Zufall lässt sich Gladbach seine Dienste 8,5 Millionen Euro kosten.

Christian Schneuwly (Thun) − Wurde bei YB nicht so richtig gebraucht und spielte daher leihweise in Thun. Dort lieferte der offensive Mittelfeldspieler eine herausragende Saison ab, schoss acht Tore und gab acht Vorlagen und sorgte mit seinem Bruder Marco fast im Alleingang dafür, dass Thun lange an der Teilnahme zur Europa League schnupperte.

Xherdan Shaqiri (Basel) − Der Wirbelwind der Liga, agil, unbekümmert, frech und quirlig. Steigerte sich auch in seinem dritten Jahr als Stammspieler nochmals und brillierte mit neun Treffern und zehn Torvorlagen. Wechselt im Sommer für die stolze Summe von kolportierten 12,5 Millionen Euro zu Champions-League-Finalist Bayern München in die Bundesliga.

Sturm

Alex Frei (Basel) − Er trifft und trifft und trifft. Hat die hohe Investition längst gerechtfertigt und ist vor dem Tor kaltschnäuzig wie eh und je. 24 Buden in der Super League (plus elf Vorlagen), fünf in sieben Champions-League-Spielen und vier in fünf Cuppartien. Der Mann der Saison, unterdessen bereits mit über 300 Pflichtspieltoren und sichtbar lockerer.

Marco Streller (Basel) − Die zweitmeisten Treffer der Liga (13), dazu zusammen mit Sturmpartner Frei die meisten Assists (11). An der Seite seines Freundes blüht Streller wieder auf und ist in der Form seines Lebens. Neben Huggel einer der Leaderfiguren, auf und nebem dem Platz. Gute Technik, kann den Ball behaupten und Mitspieler in Szene setzen.

Ersatzbank

Andris Vanins (Sion) − Der grosse Rückhalt bei den Wallisern, stark auf der Linie und hält immer wieder auch Elfmeter. Dazu die meisten Zu-null-Spiele in der Super League (15-mal).

Vincent Rüfli (Servette) − Starke Auftritte des Rechtsverteidigers, mitverantwortlich für den Europa League-Einzug der Genfer und von Hitzfeld mit einem Nationalmannschaftsaufgebot belohnt (November gegen Luxemburg).

Aleksandar Dragović (Basel) − Einer der jungen Rheinknie-Juwelen. Wird bereits von halb Europa gejagt, muss sich aber neben dem Platz bessern (Gomez-Sprüche, Auftritte an Cup- und Meisterfeier).

Michael Dingsdag (Sion) − Der Holländer ist Sions Abwehrchef und überzeugt mit Abwehrverhalten und schiesst gefährliche Standards, dazu sechs Torvorlagen. Angeblich auf dem Radar des FC Basel.

Ricardo Rodríguez (Zürich) − Wechselte nach der Hinrunde in die Bundesliga (Wolfsburg), war aber im Herbst der mit Abstand beste und konstanteste Zürcher und kostete die «Wölfe» nicht zufällig 8,5 Millionen Euro.

Matias Vitkieviez (Servette/Young Boys) − Der dynamische Rechtsaussen wechselte im Winter von Servette zu YB und beeindruckte mit starken Spielen und neun Treffern. Länderspieldebüt im Februar gegen Argentinien.

Marcos De Azevedo (Servette) − Der Brasilianer dirigierte Servettes Offensive und war mit sieben Toren und sechs Vorlagen Dreh- und Angelpunkt bei den «Grenats».

Burim Kukeli (Luzern) − Der laufstarke Mittelfeldspieler erhielt eher überraschend keinen neuen Vertrag mehr bei den Innerschweizern und wechselt nun zu seinem Förderer Rolf Fringer nach Zürich.

Ishmael Yartey (Servette) − Der talentierte Linksaussen war von Benfica Lissabon nur ausgeliehen für diese Saison und deutete mit tollen Dribblings und vielen Toren sein Potenzial an.

Emmanuel Mayuka (Young Boys) - Der treffsicherste Berner (neun Treffer), daneben anfangs Jahr sensationell Afrika-Cup-Sieger mit Sambia. Bildete zusammen mit Bobadilla (sieben Tore in 13 Spielen) das zweitstärkste Sturmduo.

Goran Karanovic (Servette) − Der ehemalige Juniorennationalspieler verdrängte Eudis und Esteban, schoss acht Tore und wird nun mit Nürnberg und 1860 München in Verbindung gebracht.

Trainer des Jahres

Murat Yakin (Luzern) − Kam letzten Sommer aus Thun und veränderte die Mannschaft nach seinem Gusto, was ihm auch viel Kritik einbrachte. Entwickelte das Team aber zu einer defensiv stabilen Einheit, was teilweise auch nicht immer schön anzusehen war. Doch der Erfolg gibt Yakin Recht, er führte Luzern damit auf Platz 2 und in die Europa League sowie bis in den Cupfinal, wo man das bessere Team war und erst im Elfmeterschiessen Basel knapp unterlag.


Bilder: www.football.ch

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Kommentare  

 
#4 2012-06-07 19:50
Steinhöfer meines erachtens steter Gefahrenherd für die eigene Mannschaft. Kann mir nicht erklären, wieso der immer noch in der Stammelf steht...
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#3 2012-05-28 20:32
Wieso ist Muri Trainer des Jahres?

Er hat 54 Punkte geholt. Nur 6 mehr als Fringer letzte und sogar 4 weniger als vorletzte Saison.
54 Punkte hat seit der Einführung der 10er-Liga genau 3 Mal zu mehr als dem 4. Platz gereicht (diese Saison eingerechnet).
Also lasst mal die Kirche im Dorf. Trainer des Jahres: Heiko Vogel.
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#2 2012-05-28 14:08
zitiere dre:
Ricardo Rodríguez fehlt für mich klar einer der besten spieler der vorrunde

also in der ersten 11 anstelle von steinhöfer/spycher
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#1 2012-05-28 14:07
Ricardo Rodríguez fehlt für mich klar einer der besten spieler der vorrunde
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Hermann Burgermeister ist die Seele des FC Zürich. kurzpass.ch erzählt er, warum er seinen Club lieber im Hardturm spielen sähe, weshalb er Waschmittel im Denner kauft und wie er die Gunst der Fans gewonnen hat.

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