Ein Espen-Megaphon im Kosovo

Im Kosovo liefern sich serbische Aufständische in diesen Tagen zahlreiche Scharmützel mit NATO-Soldaten. Unsere Kollegen von der Seite fcsg.info haben auf mehreren Bildern ein FCSG-Megaphon entdeckt.

Rätselraten

Es ist ein Bild, das Anlass zum Rätselraten gibt. Auf internationalen Presseseiten ist ein irritierendes Bild aufgetaucht, das während den Scharmützeln der serbischen Minderheit mit Sicherheitskräften der NATO im Kosovo aufgenommen wurde. Darauf zu sehen: Ein Aufständischer mit Gasmaske. Und einem Megaphon mit St. Galler Aufkleber − genau genommen von «Green Power», einem Fanklub der Espen. Ebenfalls auf dem Kleber zu erkennen: Die Jahreszahl 2004, das Gründungsjahr von «Green Power». Zu sehen gibt es das Original-Foto unter anderem hier.

Es stellt sich die Frage, wie dieses Megaphon in den Kosovo gekommen ist. Kämpft womöglich ein FCSG-Fan gegen NATO-Soldaten? Wurde das Gerät in der Ostschweiz ausgemustert und kam über Umwege dorthin? Oder handelt es sich um eine raffinierte Fälschung der Bildagentur Reuters? Letzteres sicherlich nicht. Das Megaphon ist beispielsweise auch auf diesem Bild zu sehen.

Mögliche Erklärungen

Gemäss kurzer Recherche in Fankreisen handelt sich beim Mann auf dem Bild um keinen Anhänger des FC St. Gallen. Das Megaphon soll nach der grossen Enttäuschung im Spiel gegen Lausanne nach vorne aufs Spielfeld geworfen und dann in den Kosovo geschleust worden sein, so ein mögliches Szenario. Daran knüpft auch die Aussage eines weiteren St. Galler Fans an, wonach ein serbischer Kollege das Gerät in seine Heimat verfrachtet habe. Wie auch immer, auf jeden Fall eine amüsante Neuigkeit zum sonstigen Fussball-Alltag.

Bild: theprovince.com

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