Ein Spiel dauert 90 Minuten |
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Das emotionsgeladene Spitzenspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel endete 2:2 unentschieden. In letzter Minute fiel der Ausgleich im Wankdorf. Für YB ist das Remis eine gefühlte Niederlage. YB-Start Nach dem Spiel eilt Elsad Zverotić in die Garderobe, in seiner Muttersprache vor sich hin schimpfend. Die Enttäuschung sitzt tief, der Frust ist gross. Soeben wurde das Spiel YB-Basel abgepfiffen. Kurz zuvor, in der 90. Minute des Matchs, erzielte Valentin Stocker das Ausgleichstor. Die FCB-Spieler wirken unbeschwert und geben gerne Auskunft über das Spiel, das alles zu bieten hatte, was ein Spitzenkampf braucht: vier Tore, viele Torchancen, umstrittene Szenen, Emotionen und einen Handspenalty. Man ist sich einig, dass es ein guter Match war, doch für die YB-Spieler bleibt vor allem ein bitterer Nachgeschmack. So nahe waren sie an einem Sieg dran und doch hat es nicht gereicht. «Wir müssen uns mit unserer Leistung nicht verstecken», sagt Routinier Christoph Spycher, der die 1:0-Führung mit seinem verwandelten Penalty sicher stellte. Die Leistung von YB war gut und dennoch konnten sie zweimal ihre Führung nicht verteidigen. Das eigentliche Problem waren nicht die Tore, die man erhalten hatte, sondern die, die man nicht schoss. In der ersten Halbzeit hätte YB die Schläfrigkeit von Basel ausnutzen und zwei oder drei Tore schiessen müssen. Denn bis dahin war YB die engagiertere Mannschaft mit mehr Zug auf das gegnerische Tor. Die Aktionen waren jedoch zu wenig zwingend und die Chancen, die erarbeitet wurden, wurden leichtfertig vergeben. David Degen, zum Beispiel, bugsierte in der 37. Minute den Ball aus ein oder zwei Metern Entfernung über das Tor, Bobadilla traf nur die Latte. In der zweiten Halbzeit kam auch etwas mehr vom FC Basel. Leistungsträger wie Benjamin Huggel und vor allem auch Xherdan Shaqiri kamen jedoch nicht auf Touren. Auch wenn YB immer noch eine gewisse spielerische Überlegenheit hatte, schien es so, als ob der FCB sofort ein Tor schiessen könnte, wenn er nur wollte. In der 71.Minute glich Marco Streller zum 1:1 aus. Die Basler Freuden währten nicht lange: Moreno Costanzo, der bei all den neuen Spielern schon fast vergessen ging, schoss die Heimmannschaft eine Minute nach seiner Einwechslung wieder in Front. YB hätte noch eine Chance gehabt das entscheidende 3:1 zu schiessen, doch statt der Entscheidung für YB machte der FCB nun richtig Druck. Die Young Boys konnten sich kaum mehr aus ihrem eigenen Strafraum befreien. Die logische Konsequenz war der erneute Ausgleich. Für den Matchwinner Valentin Stocker war es der erste Einsatz in diesem Jahr, nachdem er sich in einem Testspiel im Januar eine Zerrung geholt hatte. Marco Streller bringt seinem Kollegen grosse Wertschätzung entgegen: «Für mein Spiel ist Vali sehr, sehr wichtig.» Für den FCB geht es erfreulich weiter: das Duell mit dem grossen deutschen FCB steht an. Mit einer Leistung wie gegen YB werden sie nicht bestehen können, doch Valentin Stocker ist überzeugt, dass sie «gelassener und nicht so angespannt wie heute» auftreten würden, da sie nichts zu verlieren hätten. Wird die Meisterschaft noch einmal spannend? Es sei noch nichts entschieden, tönt es aus Basel, wobei man schon damit rechnet den Titel zu gewinnen. In Bern nimmt man Spiel für Spiel und hofft auf das Schwächeln des Gegners. Wenn dieser jedoch ein Selbstvertrauen hat wie der FC Basel, könnte dies ein wenig erfolgreiches Unterfangen werden. Im Fussball kann aber bekanntlich alles sehr schnell gehen und wer weiss, ob die Meisterschaft nicht erst in der 90. Minute des letzten Spieltags entschieden wird. Bild: www.ybfotos.ch |
Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.
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