Hahnenkampf der Präsidenten |
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Zwischen den Fans von GC und dem FCZ herrscht seit jeher eine starke Rivalität. Durch die Folgen des abgebrochenen Derbys scheint diese nun auch die Präsidenten beider Klubs erreicht zu haben. Ist das gut oder schlecht für den Fussball? Der Vorlaute und der Scheue Ancillo Canepa kennt die ganze Fussballschweiz. Der vorlaute FCZ-Präsident mag es, im Fernsehen aufzutreten, öffentlich über seine eigene Fussballerkarriere beim FC Rüti zu plaudern oder beim Verband medienwirksam Reglementsreformen anzuregen. Ganz anders der Präsident des anderen Zürcher Klubs GC: Roland Leutwiler hielt sich bis anhin sehr zurück in der Öffentlichkeit. Warum, realisierte man, wenn er sich doch einmal in den Medien zu Wort meldete: Der erfolgreiche Unternehmer ist kein ausgewiesener Fussballexperte und hat manchmal auch etwas Mühe mit der rechten Wortwahl zur rechten Zeit. So unterschiedlich die beiden Präsidenten in ihrem öffentlichen Auftreten sind, eines hatten sie bis vor kurzem gemein: Sie krümmten sich gegenseitig kein Haar. Nie hörte man den einen etwas Schlechtes über den anderen sagen, nie wurde zwischen den beiden Präsidenten das spürbar, was zwischen den Fans seit jeher dominiert – und schliesslich auch zu den wüsten Szenen im Derby geführt hat: Die erbitterte Rivalität zwischen den beiden Zürcher Vereinen. Vereint im Kampf gegen die Stadt Dass beide Klubs seit einigen Jahren im gleichen Stadion spielen (müssen), verstärkte die Abneigung zwischen den Fangruppen zusätzlich – GC-Anhänger akzeptierten den Letzi nie als ihre Heimat, FCZ-Supporter wiederum wollten die Fans von «ennet den Geleisen» nicht in ihrem Stadion haben. Die Führungsetagen der beiden Klubs freilich vereinte die neue Situation: Gemeinsam kämpften sie gegen die hohen Mieten, für ein echtes Fussballstadion, gegen überbordende Sicherheitskosten. So waren sich die Präsidenten denn auch immer einer Meinung – bis zu besagtem Derby Ende September. Plötzlich drang der zurückhaltende Leutwiler mit seiner überrissenen «Nulltoleranz»-Forderung beim Abbrennen von Pyros an die Öffentlichkeit, die Canepa prompt als nicht durchsetzbar abkanzelte. Dieser seinerseits forderte lauthals einen Forfaitsieg für den FC Zürich – und reagierte auf das gegenteilige Urteil der Disziplinarkommission entsprechend verärgert und mit einer Stellungnahme, in welcher er GC für ziemlich alles die Schuld gab. Ein wahrhaftiges Streitgespräch Den vorläufigen Höhepunkt der neu entflammten Rivalität zwischen den Zürcher Präsidenten bot die Sendung «Sportlounge» vom Montag im Schweizer Fernsehen, wo Canepa und Leutwiler aufeinandertrafen. Staunend sah der interessierte Zuschauer ein wahrhaftiges Streitgespräch entstehen, in dem Canepa seinem Gegenüber wiederholt ins Wort fuhr, Leutwiler sich jedoch zu wehren wusste. Zwar noch immer sichtlich nach den richtigen Worten ringend, vertrat auch der GC-Präsident seine Positionen klar und schoss auf Canepas Angriffe hin zurück. Selbst nach dem Ende der Aufnahmen stritten die beiden scheinbar weiter. Wie ist diese spannende Entwicklung zu bewerten? Eine gesunde Rivalität sollte im Sport bekanntlich nicht schaden, und wenn sich Klubpräsidenten gegenseitig nicht mit Samthandschuhen anfassen kann das dem Fussball sogar guttun. Aktuell muss sich der Schweizer Fussball jedoch gegen Angriffe aus verschiedenen Ecken wehren und Lösungen für diverse dringliche Probleme präsentieren. Zusammenarbeit zwischen den Klubvertretern ist deshalb unabdingbar. Es gilt den Sport gegenüber Medien und Politik gemeinsam zu vertreten. Die neu erwachte Kampfeslust zwischen Canepa und Leutwiler flammt zu einem sehr gefährlichen Zeitpunkt auf. Bild: Screenshot SF, Sportlounge vom 21.11.2011. |
Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.
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Kommentare
Gc hat eine Sonderbewilligu ng in dieser Saison erwirkt, dass sie weniger Sicherheitskräf te aufbieten müssen um Kosten zu sparen, selbst bei Risokospielen.
Und...
Derby war am 2. Oktober, nicht...
Zitat:
Echt Peinlich.
GC,die dürfen alles siehe Luzern und wer kann nicht einmal genügend Sicherheitsleut e aufbieten:GC der Bonzenclub
Idiot! Hättest du nur bisschen Ahnung wüsstest du, dass im Letzi die Stadt für dir Sicherheit sorgt und nicht die Vereine. Wenn man keine Ahnung hat einfach mal....
Haha über Canepa kann man einfach nur noch lachen. Peinlicher geht ja wohl nicht mehr!
Aber wegen wem konnten die FCZ Fans überhaupt pyros werfen? weil sie problemlos über die Tartarbahn gehen konnten!! wären dort deltas gestanden, wäre es nie zu dieser situation gekommen. Und wer ist für die Sicherheit verantwortlich? GC, die Heimmannschaft.
Für mich ist ein Präsi ein Depp, der meint, er müsse nur Null-Toleranz sagen und schon sei das Problem gelöst. Leutwiler war ja offensichtlich überzeugt, dass in Luzern von den GC-Fans nicht gezündet worden wäre, wenn das Null-Toleranz-Prinzip schon gegolten hätte. Ich welcher Welt lebt dieser GC-Präsi?
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