Sorgenfreie Zukunft? |
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Nach dem erfolgreichen Jahr 2011 wird der FC Basel von allen Seiten mit grossem Lob eingedeckt. Weitere Jahre der absoluten Dominanz in der ASL werden vorausgesagt. Darin liegt für den Klub eine gewisse Gefahr. Ziele übertroffen Als Christian Gross 2009 den FC Basel verlassen musste, hätte wohl nicht einmal der optimistischste Fan die Erfolge der kommenden Jahre vorausgesagt. Unter Thorsten Fink wurden zwei Meistertitel geholt, man ist Dauergast in der Champions League und spielt endlich wieder einen attraktiven Fussball. Selbst der überstürzte Abgang des Cheftrainers wurde problemlos kompensiert, und unter Heiko Vogel mit dem Sieg gegen Manchester United der grösste Kluberfolg auf internationalem Parkett errungen. Selbst im Cup ist man noch dabei, und hat 2012 die Möglichkeit das Double zu holen. Es sind wahrlich rosige Aussichten. Weitsichtige Klubführung Bei all diesen Erfolgen scheint es beinahe unmöglich, etwas Negatives beim FC Basel zu entdecken. Vor allem im Vergleich mit der restlichen Liga erstrahlen die Bebbis im Licht des Musterknaben. Chaos in Sion, Schulden und Erfolgslosigkeit in Zürich, der falsche Messias in Bern – nur in Basel wird über etwas Erfreuliches wie das bevorstehende Duell gegen den FC Bayern München diskutiert. In diesem Zusammenhang wird oftmals die Klubführung um Bernhard Heusler hervorgehoben, welche unaufgeregt und mit viel Weitsicht die Erfolge der jüngeren Geschichte erst ermöglicht haben. Und tatsächlich: Es brauchte 2009 viel Mut Thorsten Fink die Verantwortung zu übergeben, und auch an ihm festzuhalten als zu Beginn wenig so lief wie geplant. Auch die Verpflichtung von Alex Frei oder der Wechsel von Franco Costanzo zu Yann Sommer wurden unter der Leitung von Bernhard Heusler eingefädelt und sind Bausteine des Erfolgs. Der FC Basel hat in den letzten Jahren wenig falsch gemacht und ein Team aufgebaut, welches auch in der Bundesliga mithalten könnte. Einzigartige Konstellation Die Erfolge sind da, ohne Frage. Doch bedeutet dies auch automatisch eine sorgenfreie Zukunft? Der Klub scheint stabil aufgestellt. Der Trainer besitzt einen langfristigen Vertrag und auch die meisten Spieler wollen entweder nicht mehr ins Ausland, oder besitzen lukrative Verträge, welche den FC Basel in eine starke Position bei Abwehrversuchen setzt. Doch trotzdem hat die momentane Situation etwas Einzigartiges. Marco Streller und Alex Frei sind die Stützen der Mannschaft auf und neben dem Platz. Sie geben ihre Erfahrung an die jungen Spieler weiter und repräsentieren den Klub nach aussen. Gleichzeitig sind sie auf dem Platz Gold wert. Ihre Tore ermöglichten erst all die Erfolge. Streller und Frei haben in der Champions League bewiesen, dass sie ein Sturm-Duo mit internationalem Format sind. Zwei Fussballer, wie es sie gewöhnlich in der Superleague nicht gibt. Beide spielen für den FC Basel, und dies wohl noch für ein paar Jahre. Neben den beiden Stürmern gibt es mit Spielern wie Shaqiri, Dragovic, Xhaka oder Sommer Fussballer mit aussergewöhnlichem Talent, welche auch bereits viel Verantwortung übernehmen. Die Mannschaft von Heiko Vogel ist hervorragend aufgestellt. Die Mischung von Alt und Jung stimmt, und selbst die Ersatzbank zeigt nicht ein starkes Leistungsgefälle auf. Doch für wie lange bleibt diese Konstellation bestehen? Streller und Frei sind über 30, und Spieler wie Shaqiri oder Dragovic werden wohl bereits im Sommer den Sprung ins Ausland wagen. Übersteigerte Erwartungen Genau hier liegt die Gefahr für den FCB. Durch die erzielten Erfolge in der jungen Vergangenheit, sind auch die Erwartungen beim Anhang gestiegen. Dominanz in der eigenen Liga wird erwartet, garniert mit schönen Erfolgen in der Champions League. Dabei wird oftmals vergessen, wie fragil das Gebilde FC Basel ist. Bereits der Ausfall von Schlüsselspielern wie Dragovic oder Streller könnten den Klub vor Probleme stellen. Wie sieht es aber erst aus, wenn diese Spieler den Klub verlassen oder sich vom aktiven Fussball verabschieden? Die Bebbies besitzen eine hervorragende Jugendabteilung, doch auch diese produziert nicht jedes Jahr Talente wie Xhaka oder Stocker. Der FC Basel wird auch in Zukunft ein gutes Team zusammenstellen können, die momentane Mannschaft wird in ihrer Zusammensetzung aber wohl einzigartig bleiben. Ob diese Einsicht auch beim einzelnen Fan vorhanden ist, ist die Frage. Die Medien zeichnen jedenfalls das Bild einer sorgenfreien Zukunft, in welcher der FCB die Liga in den kommenden Jahren dominiert. Grosse Herausforderung Übersteigerte Erwartungen können im negativen Fall zu Druck führen. Für Bernhard Heusler ist es eine grosse Herausforderung die Erfolge des FC Basels auch in der öffentlichen Wahrnehmung richtig einzuordnen. Gleichzeitig muss er auf Veränderungen im Team reagieren, damit auch in Zukunft weitere Erfolge möglich sind. Dass Heusler für diese Aufgabe der Richtige ist, steht wohl ausser Frage. Mit Philipp Degen wurde bereits eine mögliche neue Identifikationsfigur verpflichtet, und die Namen von David Degen und Mladen Petric geistern nicht erst seit gestern am Rhein herum. Auch werden Spieler wie Valentin Stocker oder Fabian Frei den Verein wohl noch nicht im Sommer verlassen. Der Umbruch wird sicherlich nicht radikal von statten gehen. Doch die gerühmte Weitsicht der Klubführung wird sich erst in den kommenden Jahren beweisen können, wenn der FC Basel mit Kontinuität weiter den Weg des Erfolges beschreitet. |
Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.
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Kommentare
biedere Euroleague-Abende gegen Tromsö... Ach meine Fresse, gehst du wegen Tromsö oder wegen Basel an die Spiele?
Ich kann ja nur für Luzern sprechen, aber hier kriegen Leute eine Erektion, wenn sie nur daran denken, europäisch zu spielen. Bist mir ja ein echt harter Fan du, dass du dir sowas antust..
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