Spiel mit Signalwirkung |
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Die Partie FC Luzern gegen FC Zürich ging bei garstigen Temperaturen 1:1 aus. Die Darbietung der beiden Mannschaften und das Verhalten der Fans geben Aufschluss, wie die restliche Spielzeit sich für die beiden Vereine entwickeln könnte. Heimat bleibt die untere Tabellenregion Beide Mannschaften zeigten eine ansprechende Darbietung. Speziell der FC Luzern rief eine gute Leistung ab. Bereits in der ersten Minute gingen die Innerschweizer durch Wiss 1:0 in Führung. Bis zum Pausenpfiff hatte sie mehrere hochkarätige Chancen, die sie aber nicht zu einem weiteren Torerfolg nutzen konnten. Der Sturm mit Rangelov und dem vom FC Wil ausgeliehenen Mouangue zeigte sich äusserst stark. Vom FC Zürich war bis dahin wenig zu sehen. Die rote Karte für FCL-Torhüter Dave Zibung in der 66. Minute veränderte dann das Spielgeschehen. Den fälligen Penalty verwandelte Beda gegen den erst 20-jährigen Michael Räber, der in der Folge eine gute Leistung zeigte. Mit der numerischen Überlegenheit kamen die Zürcher vermehrt zu Chancen, doch die Heimmannschaft blieb auf Konter brandgefährlich. Dies bestätigt auch FCZ-Spieler Oliver Buff: «Immerhin nehmen wir einen Punkt mit», zeigte sich der Mittelfeldspieler mit dem Resultat teilweise zufrieden. Das Resultat war denn auch insgesamt schmeichelhaft für den FCZ. Das Unentschieden hilft aber keiner der beiden Mannschaften weiter. Es fehlt beiden Teams die Konstanz, um sich mittelfristig aus der unteren Tabellenregion verabschieden zu können. Auf eine gute Leistung folgt eine schwache und umgekehrt. Bis Saisonende werden sie dafür kämpfen müssen, nicht auf den Abstiegsrang durchgereicht zu werden. Fanprotest im Anflug Trotz Heimspiels konnten die Luzerner Mannen nicht auf ihren ansonsten lautstarken Anhang zählen. Mit den Slogans «Greff a Arsch ond zwösche d Bei ned met üs – mer säged nei!» und «Mer chömed us Lozärn – ned us Pjöngjang. Mer säged nei zo Eiergreff und ID-Zwang!» protestierten sie gegen die verschärften Massnahmen, die durch die Annahme des Hooligankonkordats an diesem Sonntag beziehungsweise ab nächstem Heimspiel umgesetzt werden. Das Sicherheitspersonal wird zukünftig bei den Matchbesuchern den Intimbereich absuchen dürfen. Ebenso werden am Eingang die Ausweise der Besucher mit den Daten in der Datenbank Hoogan verglichen. In dieser Datenbank werden Personen aufgeführt, die rund um Sportereignisse straffällig geworden sind. Als Reaktion auf diese politische Entwicklung waren die Ränge in der Luzerner Fankurve spärlicher gefüllt und keine Fangesänge war aus Luzerner Kreisen zu hören. Auch die Südkurve verbrüderte sich mit den gegnerischen Anhängern. Mit einer Choreo, auf der ein Schweizer Identitätsausweis zu sehen war, tauschten sie Vor- und Nachnamen mit «Südkurve» und «Zürcher» aus. Dies seien die einzigen Daten, die von ihnen erfasst werden würden. Die Situation wird sich auch bei den restlichen Heimspielen nicht ändern. Die United Supporters Luzern, die Dachorganisation der FCL-Fans, forderte auf Flyern die Fans auf, am 2. März ohne Ausweispapiere zum Spiel zu kommen. Sollte der Einlass nicht gestattet werden, würde auf einem öffentlichen Platz in der Stadt Luzern die Partie übertragen. Es ist zu vermuten, dass auch die Fans anderer Vereine das verschärfte Einlassprozedere boykottieren und ihrer Mannschaft nicht nach Luzern folgen werden, um sie zu unterstützen. FCL-Spieler Alain Wiss zeigte ein gewisses Verständnis für den Fanprotest: «Es war schade, kamen die Fans nicht ins Stadion. Ich verstehe auch, dass sie sich nicht alles gefallen lassen. Es liegt aber nicht an uns Spielern, die Vorkommnisse zu bewerten.» Wenig Aussicht auf Erfolg Anders als mit ihrem Stimmungsboykott vor rund einem Jahr sind die Erfolgschancen bei diesem Protest aber klein. Da der Kanton Luzern und nicht der FC Luzern die verschärften Kontrollen, inklusive Ausweispflicht, im Zuge der Umsetzung des Hooligankonkordats einführt, wird ein Boykott der Heimspiele wenig Wirkung entfalten. Der Kanton Luzern wird wenig bis gar nicht vom Protest tangiert, einzig der Verein wird ihn zu spüren bekommen, aber nichts an den getroffenen Massnahmen ändern können.
Choreo der FCZ-Fans. Bilder: fcl.fan-fotos.ch |
Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.
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