Trotz Fleiss kein Sieg

Mit defensiver Disziplin und etwas Glück trotzte Lausanne YB ein Unentschieden ab. Die Young Boys probierten viel, doch nichts führte zum Erfolg. kurzpass.ch suchte bei den Beteiligten nach Erklärungen für die neuerliche Enttäuschung.

YB mit viel Mühe, aber bemüht

«Solange sie defensiv spielen können, spielt ihnen alles in die Karten», so beschrieb Christoph Spycher Gegner Lausanne. Und sie konnten defensiv spielen; YB schaffte es nicht, ein Tor zu erzielen, und die Waadtländer waren mit einem Punkt nach drei Niederlagen in Folge zufrieden. «Wenn du das Tor nicht machst, wird es halt mühsam», erklärte Mario Raimondi. YB erhöhte den Druck in der zweiten Halbzeit, der tadellose Torhüter Wölfli blieb zwischenzeitlich alleine in der eigenen Platzhälfte zurück. «Es ist schwieriger als gegen eine Mannschaft, die mitspielt.», ergänzte Raimondi. Seit geraumer Zeit scheinen die Berner sehr viele Probleme zu haben, Gegner zu besiegen, die sich in ihren Strafraum zurückziehen. Auch wenn Lausanne wirklich sehr geschickt verteidigt, haben schon einige den Weg zu ihrem Tor gefunden. Und auch die Hauptstädter hätten den Weg finden müssen.

Frust, Verzweiflung, Enttäuschung

Scott Sutter sagte nach dem Spiel: «Ich bin enttäuscht, dass wir nur 0:0 spielten gegen eine Mannschaft, die wir so dominiert haben.» Während des Spiels fragten sich wohl Fans und Spieler, was letztere noch tun müssten, um den Ball endlich im Netz unterzubringen. Mario Raimondi war «froh, dass wir wenigstens zu null gespielt und nicht verloren haben, das ist manchmal noch die Gefahr bei solchen Spielen». Eine Gefahr, die die Young Boys auch schon zu spüren bekamen, wenn sie immer stärker die Offensive forcierten.

Ein Tor erzielen war die Aufgabe, die nicht erfüllt werden konnte. Die Fussballer rauften sich die Haare und haderten mit sich selbst. Die Effizienz als altbekanntes Problem, aber auch der sonst torgefährliche Bobadilla agierte nicht eiskalt im Abschluss. «Wir haben Chancen gehabt, aber der Ball ist nicht reingegangen», hielt Raimondi fest.

«Laufen den verlorenen Punkten hinterher»

Obwohl die Saisonziele für 2012/13 heruntergestuft wurden, sind die Ambitionen in Bern hoch. «Wir laufen den verlorenen Punkten aus den ersten zwei Spielen hinterher. Das erlaubt nicht, Punkte liegen zu lassen wie heute», stellte Christoph Spycher klar. Aber auch Lausanne darf keine Punkte liegen lassen, um den Abstieg zu verhindern. Ein Unentschieden in Bern zu erzwingen ist aus ihrer Sicht ein Schritt in die richtige Richtung. Für das Heimteam war es kein Spiel zum Vergessen, sondern eins zum Verzweifeln. Wirklich ein Grund zur Sorge besteht nach dieser Partie nicht; wenn auch der Punkteverlust ärgerlich ist, stimmten der Einsatz und die Bemühungen, welche aber schlecht entlohnt wurden. Bereits am Donnerstag haben die Young Boys die Chance, es gegen den FC Midtjylland besser zu machen als gegen Lausanne. Und ist das Resultat dann 0:0, werden alle zufrieden sein.

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«Ich habe dem FCZ mein Leben geschenkt»

Hermann Burgermeister ist die Seele des FC Zürich. kurzpass.ch erzählt er, warum er seinen Club lieber im Hardturm spielen sähe, weshalb er Waschmittel im Denner kauft und wie er die Gunst der Fans gewonnen hat.

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