Wird die Super League langweilig?

Der grandiose Erfolg des FC Basel in der Champions League überstrahlt alle anderen Vereine. Er ist das Mass aller Dinge und kein anderer Club kann mithalten, wie der Herbstmeistertitel bestätigt. Werden die Basler zum Alleinunterhalter?

Grosse Mehreinnahmen

Der Effort von Basel zeigt nicht nur die spielerische Qualität der Mannschaft, sondern hat auch grossen Einfluss auf die Finanzen. Die Qualifikation für die Champions League bringt dem FCB schon Einnahmen von über zwei Millionen Euro. Zusätzlich erhält er für Siege sowie Unentschieden in der Gruppenphase bis zu 600'000 Euro. Durch die Qualifikation für die Achtelfinals werden noch weitere zwei Millionen Euro fällig. Das sind diese Saison Zusatzeinnahmen von beinahe sieben Millionen Euro. Kein anderer Verein in der Schweiz kann von diesem Geld profitieren (wenigstens nicht in einer solchen Höhe). Zusätzliche Einnahmen kann der Club durch Fanartikel, Zuschauer, usw. generieren. Alle anderen Schweizer Vereine können nur durch die Leistung in der Super League zu Mehreinnahmen kommen. Finanziell steht Basel ank seinen besonderen Erfolge am besten da.

Auch der Nachwuchs profitiert

Der FCB kann es sich nun leisten, teure Spieler ans Rheinknie zu locken. Zusätzlich können die Rot-Blauen ein weiteres Lockmittel nutzen, denn es wird kaum zu erwarten sein, dass das Team von Heiko Vogel in den nächsten Jahren nicht international vertreten sein wird. Aber nur auf Einkäufe setzen ist nicht Basels Philosophie, wie das Kader zeigt. Die jungen Bebbi wissen sich zu präsentieren und zu etablieren, was zeigt, dass der FCB im Nachwuchsbereich gut arbeitet. Dies in Zukunft noch besser, sobald der Campus für die jungen Spieler gebaut ist. Auch andere Vereine in der Schweiz haben ihre spezifischen Jugendabteilungen, wie der FC Zürich oder GC, doch sie können nicht vom internationalen Geldregen profitieren. Basel hat nun die Möglichkeit, die Jugend stärker zu unterstützen und neue Shaqiris, Xhakas oder Sommers zu formen.

Langeweile vorprogrammiert?

Die Möglichkeiten sind für Basel beinahe unbegrenzt, sicher national. Die Mehreinnahmen können in neue Spieler sowie in eine bessere Ausbildung investiert werden. Da kann niemand sonst mithalten. Der FC Basel bleibt in der Schweiz in diesen Bereichen konkurrenzlos. So kann der FCB immer stärker werden und der Rest der Super League bleibt so gesehen stehen. Es kann ein Szenario eintreffen, wie es in Spanien schon der Fall ist: die grossen Vereine wie Real Madrid und Barcelona sind die Alleinunterhalter. Als Fussballfans hoffen wir, dass dies in der Super League nicht passieren wird.

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Kommentare  

 
#4 Blache 2011-12-30 15:51
Das der FCB derart Erfolg hat, hat sicherlich auch mit der guten Klubleitung und dem starken Umfeld des FCBs zu tun. Jedoch muss auch gesagt sein, dass seit sich die Gigi finanziel beteiligt praktisch allers besser läuft. Seien wir ehrlich ohne die Milionen von ihr gäbe es den Fc Basel vieleicht gar nicht mehr.
Entscheidend ist aber auch wie das Geld eingesetzt wird. Und das hat der Fc Basel natürlich auch gut gemacht um so eine glorreiche Zukunft zu gestallten.
Die Frage stellt sich nur wie es denn einmal ohne die Geldtöpfe aus der Meisterschaft, CL, usw.. aussehen wird.
Dann werden auch die Basler wieder hinten anstehen müssen.
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#3 Bebbi 2011-12-20 14:19
Zitat:
Nicht weil er so gut ist, sondern eher weil das Gebaren dem des ehemaligen Millionärsclub GC gleicht. Und das finde ich nicht so sympa.


Den Vorwurf der Arroganz und Überheblichkeit kann ich einfach nicht oft genug hören. Es ist schön sich im Neid der erfolglosen Gurkenkicker zu sonnen. Das Problem der Schweiz ist nicht, dass der FC Basel so gut ist, sondern dass es neben der Klubführung in Basel keine auch nur annähernd ähnlich professionelle Führungsetage gibt. In Luzern schiesst man auf die eigenen Fans, in Zürich trampelt sich Canepa durch das Dickicht von Fettnäpfchen die er sich selber hingestellt hat und in Bern scheint man zu denken, dass man einfach einen Gross haben muss um Schweizer Meister zu werden.
Basel erntet schon seit einiger Zeit die Früchte harter und hochprofessione ller Arbeit, hat den grössten Anhang und eine Manschaft die stark von älteren und jüngeren Spielern aus dem eigenen Nachwuchs geprägt wird. Das ist sehr Sympathisch...
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#2 Mike 2011-12-20 12:09
Gehe mit dem Kommentar von Markus überein. Warum hebt man die Challenge-League nicht auf und integriert die Klubs in der SL? Und ja, von mir aus kann der FCB auch in die Bundesliga wechseln. Nicht weil er so gut ist, sondern eher weil das Gebaren dem des ehemaligen Millionärsclub GC gleicht. Und das finde ich nicht so sympa.

Aber, dass das so weitergeht beim FCB, kann auch ein Irrglaube sein. Schauen wir auf die NL-Liga: Inzwischen ist kein Verein mehr konstant in der CL, und auch in der EL tun sie sich schwer. Die Stars werden abgeworben und schliesslich führt diese Politik ins Verderben - denn irgendwann ist man nur noch Zulieferer von grossen Vereinen - mehr nicht. Was ist mit Ajax, Feyennoord oder PSV? Alles Europäisches Mittelmass (auch wenn Ajax unter sehr misteriösen Umständen aus der CL ausgeschieden ist. Dennoch, zwingend sind sie schon lange nicht mehr). Andere NL-Klubs haben im Übrigen auch aufgeholt und stehen nun auch an der Spitze (AZ, Twente...)
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#1 Markus 2011-12-16 23:58
Stockt die Axpo League doch entlich mal auf! Es kann doch nicht sein, dass die Schweiz, mit Ausnahme von Österreich, nur 10 Klubs in der obersten Liga hat! Schlussentlich ist es langweilig im Sinne von, es spielen immer die Gleichen gegeneinander. Solange von der Liga hier nicht gegengewirkt wird, passiert sowieso nichts
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Seit zehn Jahren kaum zu stoppen

Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.

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