Ein Klub löst sich auf

Chaos pur in Neuenburg! Da kann man leicht den Überblick verlieren. Höchste Zeit deshalb in Teil IV unserer ausführlichen Xamax-Serie für eine erste Zwischenbilanz und einen Rückblick auf eine wahre Geschichte, die wie eine schlechte Soap-Opera anmutet.

Traurige Zwischenbilanz

Die Ankündigungen waren ziemlich grossspurig und herablassend gewesen. Der neue Besitzer Bulat Chagaev versicherte, dass er das Projekt Xamax gestartet habe, «weil ich die Schweiz liebe», dass er den Klub professionalisieren und zusammen mit Neuenburgern wiederaufbauen und für grössere Transparenz in der Klubführung sorgen wolle. Nächste Saison in der Champions League zu spielen und dort für Furore zu sorgen, ist das erklärte Ziel.

Die Zwischenbilanz nach drei Monaten: Weil Chagaev «die Schweiz so liebt», hat er im Rahmen seines persönlichen Politprojektes den Antrag gestellt, Xamax in «Xamax Wainach» umzubenennen (kurzpass.ch berichtete). Die Neuenburger aber, mit denen Chagaev den Klub «wiederaufbauen» wollte, hat er persönlich alle verjagt: Spieler, Trainer, Junioren-Trainer, Sekretariat, Sportliche Leitung, Sponsoren, Gönner und einen Teil der Fans. Stattdessen sorgt nach dem erneuten Führungswechsel mit dem neuen Präsidenten Islam Satuev ein Familienmitglied für viel «Transparenz».

Kompetenz ist käuflich, Konstanz nicht

Xamax hat eigentlich mit seinen finanziellen Möglichkeiten grundsätzlich sehr gute Voraussetzungen, um die Spitze der Liga anzugreifen, aber Geld alleine genügt nicht – es braucht auch ein wirklich gutes Management und technische Kompetenz. Diesbezüglich sind Teams wie FCB, FCZ oder YB gut bis sehr gut aufgestellt. Und ein Klub wie Thun hat immer wieder gezeigt, dass man es auch mit einem deutlich kleineren Budget, als es Xamax bereits bis anhin zur Verfügung hatte, weit bringen kann. Schon zu Zeiten von Bernasconi meinte Walter Gagg, Xamax-Ehrenmitglied und FIFA-Direktor: «Es fehlt Xamax in erster Linie an Kompetenz». Die Frage ist: hat diese in der Zwischenzeit wirklich zugenommen?

Was die technische Kompetenz betrifft, war diese bei Xamax in den letzten Jahren schon immer vorhanden und das ist unter der neuen Führung nicht anders. Der erste und nach dem Führungswechsel sehr schnell entlassene Trainer, der Franzose Didier Ollé-Nicolle, gilt als grosser Experte darin, aus beschränkten Mitteln viel herauszuholen. Auf ihn folgte Bernard Challandes, ebenfalls ein Trainer mit unbestrittenen Qualitäten und Erfolgen sowohl im Junioren- (U21-EM-Halbfinal) wie auch im Profibereich (Meisterschaft, Champions League). Es kam das Duo Sonny Anderson/François Ciccolini.

Letzterer hatte in Bastia gute Arbeit geleistet und holte letztes Jahr mit der U19 der AS Monaco den prestigeträchtigsten Junioren-Titel Frankreichs, den Coupe Gambardella. Ein klarer Leisungsausweis. Ciccolinis Ex-Spieler bei Bastia, Bernt Haas (36 Länderspiele) meint: «Ich habe sehr gute Erinnerungen an ihn. Er ist ein Coach, der enorm viel Energie auf das Team übertragen kann. Er ist alles andere als distanziert. Er hat mich sogar einmal zu sich nach Hause eingeladen.» Stéphane Besle, immerhin bereits die siebte Saison bei Xamax, machte mit Ciccolini und dessen Team schon während dem Trainingslager in Crans-Montana gute Erfahrungen: «Ich hatte noch nie eine solch intensive Vorbereitung.»

Wechsel und Kompetenzstreitigkeiten

Mittlerweile ist Ciccolini bereits wieder weg. Der Leistungsausweis des neuen Zampanos Joaquin Caparros ist ebenfalls unbestritten. So wie derjenige all seiner Vorgänger auch. Der Spanier ist bereits der vierte Xamax-Trainer innert der letzten drei Monate. Und mit ihm wird auch der der technische Staff wieder neu besetzt. Technische Kompetenz alleine reicht allerdings nicht. Ein nachhaltig erfolgreicher Klub braucht auch ein gutes Management.

Nicht nur die ständigen Personalwechsel, sondern auch Kompetenzstreitigkeiten und unterschiedliche Auffassungen über die Stossrichtung oder Taktik führen bei Xamax zu grossen Problemen. Im letzten Trainerteam war François Ciccolini eigentlich der Erfahrenste und der prädestinierte Cheftrainer des Teams, welches aber vom Trainer-Neuling Sonny Anderson angeführt wurde. Gleichzeitig wollten natürlich zusätzlich auch noch der technische Direktor Moulin, Ex-Präsident Rudakov, Neu-Präsident Satuev und Besitzer Chagaev ein Wörtchen mitreden.

Widersprüchliche Aussagen der Protagonisten und «von oben» umgestossene Entscheidungen sind so an der Tagesordnung und dementsprechend gross das Frustpotential bei den echten Experten im Staff. Kein guter Trainer lässt sich von seinem Präsidenten in die Aufstellung und Taktik reinreden.

Der schlechte Saisonstart mit der Heimklatsche gegen Luzern und der Auswärtsniederlage in Basel an sich ist noch nichts aussergewöhnliches. Servette hatte nach dem verrückten Transfersommer 2004 unter Präsident Marc Roger mit einer Startruppe um Valdivia und Karembeu auch grosse Anflaufschwierigkeiten, konnte sich dann im Verlaufe der Vorrunde einigermassen fangen und ins Mittelfeld vorarbeiten, bevor dann der Konkurs kam.

Polemik und Schuldzuweisungen

Eines hat man auf jeden Fall in Neuenburg schnell herausgefunden: Auf Skepsis, Kritik oder abweichende Meinungen reagieren Bulat Chagaev und Andrei Rudakov empfindlich, sehr empfindlich – mit der Drohung, jeden vor Gericht zu ziehen, der Kritik äussert. Selber fahren sie hingegen umgekehrt weit gröberes Geschütz auf und schrecken nicht vor Diffamierungen und Pauschalverurteilungen zurück: Ex-Coach Bernard Challandes bezeichnen sie kurzerhand als «nicht kompetent», die Neuenburger Stadtregierung «hat einen Weg gefunden, keinen Schritt vorwärts zu machen», und über die Schweizer ganz allgemein urteilt die neue Führung: «Sie reden zuerst, und denken erst danach.»

Der administrative Leiter Philippe Salvi, welcher 25 Jahre für Xamax gearbeitet hat, Sportchef Paolo Urfer, Marketingleiter und Ex-Internationaler Alexandre Rey (sowie sein Mitarbeiter Cédric Pellet) und die Sekretärin Sophie Petchanikov wurden von Chagaev schon nach wenigen Tagen in corpore der Unprofessionalität und gar des Betrugs bezichtigt, also eines strafrechtlichen Deliktes!  Zur Erinnerung: Xamax hat in den letzten fünf Jahren unter anderem die Lizenz immer in erster Instanz erhalten.

Jedem, der sich ein wenig mit den Wildwest-Methoden eines Teils der Russischen Oligarchen befasst hat, werden solche Szenen bekannt vorkommen. Sicher ist: Es kann jeden jederzeit treffen. Wer heute mit dem «neuen» Xamax einen Vertrag abschliesst, egal ob Spieler, Staff, Administration oder Sponsor, sollte wissen, worauf er sich einlässt.

Pannen über Pannen

Nachdem die neue Führung sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt und die alte Administration pauschal und ohne nähere Erklärung der Unprofessionalität bezichtigt hatte, hätte man logischerweise erwarten können, dass die neue Führung in Sachen Professionalität ganz neue Massstäbe setzt. Das tat sie dann auch – aber im negativen Sinn!

Am 31.Mai wird Sonny Anderson als neuer Trainer vorgestellt. Aufgrund von Recherchen von Journalisten stellt sich in den nächsten Tagen heraus, dass Anderson gar nicht im Besitz der nötigen Papiere für diesen Posten ist. Die neue Xamax-Führung, offenbar über die grundlegendsten Regelungen im Schweizer Fussball nicht im Bilde, ernennt ein paar Tage später den Korsen François Ciccolini zum neuen Cheftrainer – zumindest offiziell.

Dann will der neue Präsident Andrei Rudakov in der Maladière auf Naturrasen spielen lassen. Und zwar sofort! Im Falle, dass die Stadt Neuenburg diesen Wechsel nicht sofort ermöglicht, droht er Mitte Juni grossmundig damit, die Meisterschaftsspiele ausserhalb Neuenburgs auszutragen. Die Swiss Football League muss daraufhin den guten Mann darüber aufklären, dass dies gar nicht möglich ist, weil die Frist für einen allfälligen Stadionwechsel auf kommende Saison bereits abgelaufen ist. Rudakov muss daraufhin kleinlaut wieder zurückrudern.

Ebenfalls nicht im Bilde war Rudakov offenbar darüber, dass im Stadion, welches immer noch der Stadt gehört, nicht nur die erste Mannschaft von Xamax trainiert und spielt, sondern dass der wetterfeste Kunstrasen auch für Junioren-Equipen eine wichtige Bedeutung einnimmt. Und so wird nun statt dem gross angekündigten Naturrasen im Oktober ein neuer Kunstrasen in der Maladière verlegt.

Abo-Chaos zum Saisonstart

Die Kommunikationspolitik präsentiert sich derweil in einem katastrophalen Zustand. Die eigene Website wurde von der neuen Xamax-Führung mehrere Wochen lang wohl schlichtweg vergessen. Das Sekretariat: nicht erreichbar. Präsident Rudakov und Besitzer Chagaev: für niemanden zu sprechen. Der Ticket-Verkauf: ein Chaos, wie es im Schweizer Profisport wohl noch nie dagewesen ist. Während bei anderen Klubs die Saisonabonennten schon ungeduldig werden, wenn das Abo einen Monat vor Saisonbeginn noch nicht in ihrem Briefkasten liegt, brachten Rudakov und Co. es doch tatsächlich fertig, die Abos selbst zum Saisonstart gegen den FC Luzern noch nicht bereit zu haben!

Man hat es nicht mal geschafft, allen bisherigen Stammkunden ein Ticket für diese Auftaktpartie gegen Luzern zuzusenden. Diejenigen, die Zeit dafür fanden, mussten dieses während den Bürozeiten am Donnerstag oder Freitag vor dem Luzern-Match extra in der Maladière holen gehen. Die anderen hatten halt Pech – und waren über die unglaubliche Schlamperei nicht gerade begeistert.

Währenddem selbst bei Eishockey-Klubs für die im September beginnende Saison der Vorverkauf schon weit fortgeschritten ist, sind in Neuenburg selbst während der laufenden Saison die Fans noch nicht im Bilde, wann und ob überhaupt sie die Saison-Abos bekommen werden. Festhalten müssen sie sich an ein, zwei spärlichen Communiqués mit vertröstenden Worten. Auch für das zweite Heimspiel gegen Sion wirds knapp.

Auch der ursprünglich auf 15. Juni angesetzte Trainings-Start war bereits kurzfristig verschoben worden – angeblich auf Wunsch des damaligen offiziellen Cheftrainers und inoffiziellen Assistenz-Trainers Ciccolini. Chaos pur! So machte trotz intensiver, aber kurzer Vorbereitung das hochkarätig verstärkte Team zum Saisonauftakt gegen Luzern eine schlechte Figur. Und die neue Führung torkelt weiterhin in kürzester Zeit von einem peinlichen Faux-pas zum nächsten.

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Aber die Pannen, die in wenigen Wochen bereits so zahlreich sind, wie bei einer durchschnittlichen Super-League-Führungscrew in mehreren Jahren nicht, sind noch nicht das Ende der Fahnenstange. Noch schlimmer ist, dass die Worte der neuen Führung ganz offensichtlich nichts wert sind. Man kann ihren Aussagen keinen Glauben schenken, was für die künftige Zusammenarbeit mit Spielern oder Sponsoren kein gutes Zeichen ist.

So verkündete Rudakov am 6. Mai im Le Matin: «Jeder darf sich frei äussern. Das ist kein Problem für Monsieur Chagaev.» Kaum eine Woche später hatte der sich frei äussernde Literatur-Professor Patrick Vincent eine Klage am Hals und potentiellen weiteren Kritikern wurde eine solche angedroht.

Oder am 31. Mai: Da reagierte Chagaev sehr unwirsch auf die Frage des Journalisten vom Le Matin, was an den Gerüchten einer Umbenennung von Xamax dran sei: «Ja klar, und bald treten wir in der ukrainischen Meisterschaft an … Nein, das ist Quatsch!» Genau eine Woche später, am 7. Juni, verkündete er gegenüber der gleichen Zeitung, dass er den Neuenburger Klub in «Xamax Wainach» umbenennen wolle.

«Ich kann keinen Fussball-Klub führen»

Typisches Merkmal der bisherigen Kommunikationspolitik ist zudem, dass schon im voraus triftige Ausreden gesucht werden, falls etwas nicht klappt. So wurden schon früh grosse Stareinkäufe versprochen, und als diese auf sich warten liessen, musste der Kunstrasen als Schuldiger hinhalten. Als ob Rudakov & Co. zum Zeitpunkt ihrer Ankündigungen nicht gewusst hätten, dass die Maladière einen Kunstrasen hat.

Gemäss dem entlassenen Xamax-Trainer Didier Ollé-Nicolle hätten die neuen Machthaber bei Xamax schon laut von Spielern wie Drogba oder Gervinho geträumt. Tatsache ist aber, dass ausländische und selbst Schweizer Spitzenspieler nicht so einfach nach Neuenburg zu locken sind, vor allem wenn sie einen schönen Teil der Karriere noch vor sich haben. Dank für Schweizer Verhältnisse üppigen finanziellen Mitteln hat in der Zwischenzeit immerhin der eine oder andere Spieler aus der international zweiten Reihe zu Xamax gewechselt. Sanchez und Navarro sind bekannte Namen, allerdings bereits auf dem absteigenden Ast, und nicht mit einem Drogba oder Gervinho vergleichbar.

Ausserdem wollten Chagaev und Rudakov sich bei den Neuverpflichtungen vor allem auf Spieler fokussieren, welche die Super League kennen, vermeldete die neue Xamax-Führung zu Beginn. Gekommen sind stattdessen bisher ausschliesslich Spieler, die die Super League nicht kennen.

«Ich kann keinen Fussball-Klub führen und habe keine Erfahrung darin.»  Mit diesen Worten soll Bulat Chagaev Klub-Vizepräsident Hajdar Alchanov gebeten haben, bei Terek Grozny weiterhin eine führende Rolle zu spielen – sagt zumindest Alchanov selbst. Kein gutes Omen für Xamax.

Erfolge der Vergangenheit

Neuchâtel Xamax, welches 1970 aus einer Fusion hervorgegangen ist, feiert im nächsten Jahr das hundertjährige Jubiläum eines der beiden Vorgängervereine, des FC Xamax, der 1912 gegründet wurde. Die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte erlebten die Neuenburger in den 1980er-Jahren mit den beiden Meistertiteln 1987 und 1988, als Weltklassespieler Uli Stielike und der Schweizer Rekordnationalspieler Heinz Hermann Regie führten. Von 1981 bis 1997 waren die Neuenburger in 27 Europacup-Heimspielen ungeschlagen – unter anderem gegen Bayern München, Real Madrid, Hamburger SV, Galatasaray, Celtic, AS Roma und Dynamo Kiev.

Mitverantwortlich für die damaligen Erfolge war die familiäre und trotzdem professionelle Atmosphäre in Neuchâtel. Gilbert Facchinetti und seine Frau haben die Spieler während vielen Jahren vor jedem Spiel zu sich nach Hause zum Essen eingeladen. Und ein Wort war in dieser Zeit bei Xamax noch ein Wort. Xamax und Facchinetti waren bekannt für ihre Zuverlässigkeit und Ehrenhaftigkeit.

Neustart in der Challenge League

In der Saison 2006/2007 musste Xamax in der Challenge League einen neuen Anlauf nehmen. Ausgerechnet zur Eröffnung des neuen Stadions spielte das Team unterklassig. Kein ideales Timing, vor allem auch weil der Klub von 2004-2007 im 20 Kilometer entfernten La Chaux-de-Fonds seine Heimspiele austragen musste. Ein Abstieg an sich ist allerdings nichts aussergewöhnliches. Seit den goldenen Zeiten von Xamax in den 1980er-Jahren ist mit Ausnahme der Grasshoppers jeder Klub schon mal abgestiegen.

Und wie andere Klubs auch nutzte Xamax die Zeit in der Challenge League, um sich den Fans wieder anzunähern. Damals stand mit Pascal Zuberbühler ein Mann im Tor, der in Neuchâtel bei der Bevölkerung sehr gut ankam. Xamax spielte zwar Challenge League, war aber emotional in einem Hoch, umso mehr, als 2007 der sofortige Wiederaufstieg realisiert werden konnte. Damals sang das ganze Stadion im Chor «Neuchâteeel!». So eine Stimmung gab es seither am Neuenburgersee nicht mehr.

Zuberbühler hätte nun als Teil des Teams des im Gespräch gewesenen neuen Präsidenten Daniel Knöpfel auch nach Neuchâtel kommen können. Das Projekt wurde aber vom alten Präsidenten Sylvio Bernasconi abgelehnt, da Knöpfel und seine ausländischen Partner zuwenig finanzielle Mittel mitbringen konnten. Jetzt motiviert Zuberbühler die Young Boys in Bern – nach der Xamax-Ikone Raphaël Nuzzolo und dem Talent Freddy Mveng ein weiteres Stück Neuenburger Identität, welches beim regionalen Konkurrenten gelandet ist.

Stabil, aber ohne Exploit

Seit vier Jahren hat sich Xamax in der Liga stabilisiert – eine bessere Platzierung als der 6. Platz schaute dabei nicht heraus. Das anspruchsvolle Neuenburger Publikum konnte in den letzten Jahren mit Ausnahme des diesjährigen Cupfinals nie von einem ganz grossen Coup träumen.

Die letzte Europacup-Teilnahme liegt schon acht Jahre zurück, also noch vor der Ära Bernasconi, dem Erbauer der neuen Maladière, welche sechs Jahre dauerte. Bernasconi übernahm den Klub damals mit 5 Millionen Franken Schulden und übergab ihn jetzt seinem Nachfolger dem Vernehmen nach schuldenfrei, aber mit der Auflage, jährlich einen gewissen Betrag zu investieren. Bei aller berechtigten Kritik gegenüber dem oft etwas ungehobelten Bernasconi, muss man doch anerkennen, dass Xamax in seiner Amtszeit den sofortigen Aufstieg in die Super League geschafft und sich dann dort gehalten hat, im Gegensatz beispielsweise zu St.Gallen, welches in der gleichen Zeitperiode gleich zwei Mal abgestiegen ist. Und im Gegensatz zu Lausanne oder Servette ging Xamax auch nicht Konkurs. Ausserdem wurde seit langem wieder einmal der Cupfinal erreicht und ein schönes, modernes Stadion gebaut, von dem jetzt die Nachfolger profitieren können.

Bernasconi sagt, dass er nach dem Aufstieg zum Teil falsch beraten worden sei. Protagonisten wie Stürmer Julio Hernan Rossi und Trainer Pierre-Alain Schürmann liessen in ihren Leistungen offenbar stark nach, kaum hatten sie lukrative langfristige Verträge unterschrieben. Nicht alle der vielen Afrikaner, die in den letzten Jahren, zu einem grossen Teil über Nicolas Geiger, den Bruder des Ex-Trainers Alain Geiger, den Weg auf die Maladière fanden, waren solche Volltreffer wie Brown Ideye, der nach anderthalb Jahren für mehr als 5 Millionen Franken zum benachbarten Sochaux nach Montbéliard verkauft werden konnte.

Eigene Junioren konnten die Neuenburger in den letzten Jahren durchaus einige fördern, wenn auch nicht so viele wie andere Vereine. Die Quote ist in den letzten Jahren etwa vergleichbar mit dem FC Sion, aber schlechter als beispielsweise diejenige Luzerns oder St.Gallens. Der aktuell einzige Neuenburger Nationalspieler ist Steve Von Bergen. Das Talent Sébastien Wüthrich hat zuletzt stagniert. Mickaël Facchinetti oder Bastien Geiger sind weitere junge Spieler, die den Sprung zum Profi vorläufig geschafft haben.

Populismus des „Deus ex machina“

Die Sehnsucht nach einem «Deus ex machina», der die grossen Zeiten wieder herbeizaubert, ist in gewisser Weise verständlich. Der neue Eigentümer Bulat Chagaev ist mit grossen Versprechungen angetreten. Chagaev und Rudakov sind überzeugt davon, dass sie Xamax in der kommenden Saison zum Schweizer Meistertitel führen werden. Und für die darauffolgende Saison ist die Champions League fest eingeplant.

Sind diese Ziele realistisch? Wie ernst ist es Chagaev mit der ganzen Sache? Wird er bei Xamax wirklich nachhaltig investieren, oder wird er nach einer gewisssen Zeit die Freude an seinem neuen Spielzeug verlieren? Skepsis kommt auf, weil seine bisherigen Aktionen bei Terek und Xamax vor allem auf kurzfristige Profilierung und Effekthascherei ausgerichtet waren.

Der Ethik- und Theologie-Professor Denis Müller von den Universitäten Lausanne und Genf meint zur geplanten Umbenennung von Xamax in «Xamax Wainach»: «Das erscheint mir eine demagogische und populistische Idee zu sein, die voll und ganz darauf abzielt, dem Ego der tschetschenischen Nationalisten zu schmeicheln, und alles andere als ein Bekenntnis zur Region Neuchâtel.» Er bezeichnet das Vorhaben als ein «PR-Coup und politische Propaganda».

Am Ende der relativ kurzen Ären von ausländischen Besitzern von Schweizer Fussballklubs wie Waldemar Kita in Lausanne, Marc Roger bei Servette, Gilbert Kadji bei Sion oder Antonio Tacconi bei La Chaux-de-Fonds stand ein Schuldenberg, der Konkurs oder ein Zwangsabstieg. Auch Xamax selbst hat mit dem Franzosen Alain Pedretti keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Das Muster ist jeweils ähnlich: In den ersten Wochen und Monaten hat das Team Probleme, dann hält es eine gewisse Zeit sportlich mit und daraufhin folgt der totale Absturz.

Junioren-Nationaltrainer Claude Ryf meint zu diesem Thema: «Die Probleme entstehen nicht in erster Linie, wenn ein ausländischer Käufer kommt, sondern vor allem dann, wenn er wieder geht.» Samih Sawiris, der vor kurzem beim FC Luzern miteingestiegen ist, meint aufgrund seiner Erfahrungen als alleiniger Besitzer des ägyptischen Teams El Gouna: «Ein einziger Hauptsponsor ist nicht gut.». Besonders schwierig wird das Führen eines Fussballklubs, wenn die ausländischen Investoren und Entscheidungsträger nicht einmal die lokale Sprache beherrschen.

Terek Grozny Superklub

In Grozny waren die Ankündigungen nach dem Einstieg von Chagaev auch gross. Ramzan Kadyrov hat wie sein Vater Ahmat schon immer gerne den Fussball-Club Terek als Aushängeschild der Republik protegiert. Die politische Bedeutung des Fussballs für die tschetschenische Regierung hat aber mit dem Zuschlag für Russlands WM-Bewerbung 2018 nochmal enorm zugenommen.

Es wurden im Dezember Hoffnungen geweckt, dass Terek mit anderen russischen Grössen wie Zenit oder Spartak auf Augenhöhe sein oder diese sogar überflügeln würde. Von einem neuen «Superklub» war die Rede, und dass praktisch unbegrenzte Möglichkeiten bestünden. Das Ziel ist, in die Top 5 des russischen Fussballs vorzustossen, die Phalanx der Moskauer Grossklubs zusammen mit Zenit St. Petersburg und Rubin Kazan. Bereits mit dem aktuellen Kader seien die Top 8 möglich, meinte Vize-Präsident Alchanov, aber für die Top 5 brauche es grosse Investitionen. Wobei anzumerken gilt: Selbst der Vorstoss in die Top 8 ist nicht einfach – denn die Konkurrenz schläft nicht und wird auch im Mittelfeld der russischen Liga immer stärker.

Mittlerweile ist die Kommunikation etwas moderater. War im Dezember noch von unbegrenzten Möglichkeiten die Rede, hiess es nur einen Monat später von Seiten des Vize-Präsidenten Alchanov: «Wir können bei Terek keine Fussballer für 4-5 Millionen Dollar kaufen, nur für 1-2 Millionen.» Die Rede ist von einer Budgetaufstockung von 20-30%, also rund 10 Millionen Dollar pro Jahr, dank Chagaev. Das ist nicht wenig, aber trotzdem weit von einem «Superklub» entfernt. Ein grosser Teil dieser Budgetaufstockung wurde vorerst für einen Trainer mit klingendem Namen ausgegeben: Ruud Gullit. Wie stark dieser nach seiner späteren Entlassung das Budget noch belastet, ist nicht bekannt.

Keine Spielbetrüge mehr

Ramzan Kadyrov verkündete bei der Präsentation von Ruud Gullit als neuem Trainer, dass er mit diesem den Europacup gewinnen wolle. Gullit meinte dazu: «Der Präsident des Klubs hat das Recht, alles zu sagen, was er für richtig hält.» Dass prominente Namen alleine noch nicht den Erfolg bringen, konnte Chagaev eigentlich bereits am Beispiel Terek plastisch miterleben. Unter Trainer Anatoli Bajdachnij erreichte das Team letzte Saison den 12. Platz, drei Punkte vor den Abstiegsrängen. Unter Hoffnungsträger Gullit wurde es nicht wirklich besser.

Im Team, das dank eines Schlusspurts in der Frühlingsrunde unter Interimtrainer Isa Baitiev nach der ersten Runde der Meisterschaft auf dem 10. Platz steht und die Finalrunde der besten 8 um fünf Punkte verpasst hat, gab es in der Winterpause aber noch keine grossen Änderungen. Ganz offensichtlich mussten auch viele Absagen hingenommen werden, denn Vize-Präsident Alchanov kündigte ursprünglich Superstars vom Schlage «Ronaldinho» an.  Allerdings dauert die aktuelle Saison der russischen Premier League wegen der Umstellung auf den Herbst-Frühling-Rhythmus ausnahmsweise anderthalb Jahre und für das erste Trimester der Saison hat noch fast kein Klub gross investiert. Im Sommer sind jetzt gemäss Alchanov 3-4 Neuverpflichtungen geplant. Der zuletzt arbeitslose Ex-Dortmunder Ewerthon und der tschechische Ex-Nationalspieler Jiranek sind die ersten beiden Sommer-Transfers.

Immerhin scheint die finanzielle Situation von Terek so gut zu sein, dass der Klub auf keine fragwürdigen Zusatzeinnahmen mehr angewiesen ist. So verkündete vor einigen Monaten Vizepräsident Hajdar Alchanov in einem vielbeachteten Interview an die Adresse der anderen russischen Klubs: «Uns müsst ihr nicht mehr anrufen, nicht von Seiten der Klubs, nicht von Seiten der regionalen Administrationen ...» Wie häufig solche Anrufe zum Zwecke von Spielabsprachen in der Vergangenheit waren und wie häufig diese eine positive Reaktion zur Folge hatten, wollte Alchanov nicht sagen. Auch nicht, wie häufig Terek andere Vereine angerufen hat. Allerdings, so Alchanov, würde nun durch einen Verzicht des Klubs auf Absprachen vermehrt durch Agenten mit den Spielern selbst «gearbeitet» werden. Dies sei schwierig zu verhindern. Nichtsdestotrotz haben vor ein paar Tagen russische Fan-Klubs einen Boykott von Terek-Spielen beschlossen, weil dem Klub weiterhin Betrug mit Schiedsrichtern vorgeworfen wird.

Xamax und Terek als Filialen Chagaevs

Einerseits sind Terek und Xamax zwei getrennte Klubs und Chagaev ist nur bei Xamax Mehrheitsaktionär. Weil er bei Terek aber ebenfalls viel Einfluss hat, betreibt er die beiden Klubs teilweise wie ein gemeinsames Fussball-Unternehmen. So arbeitet der Xamax-Präsident Rudakov auch an Projekten für Terek mit, und externe Kontakte und Lieferanten werden für beide Vereine genutzt. Bei Xamax hat Chagaev dabei mehr Möglichkeiten.

Einerseits hat er in Neuchâtel im Gegensatz zu Grozny zu 100% das Sagen. Andererseits funktioniert in der Schweiz vieles enorm viel einfacher. Zum Beispiel Starspieler anzulocken. Welcher Klub hat für Chagaev Priorität? Wird er bei Xamax weniger, gleichviel oder mehr investieren im Vergleich mit Terek? Vieles spricht dafür, dass er mehr investieren wird. Ein Grund ist der bereits erwähnte Faktor, dass Chagaev bei Xamax der Besitzer ist. Ausserdem sieht er bei Xamax grössere Chancen, das Ziel Champions League zu erreichen.

Exodus der lokalen Sponsoren

Bei Xamax ist die Rede davon, dass Chagaev alleine für ein Budget von mindestens 14 Mio. Franken garantieren soll. Dieses könne dann aber insgesamt bis zu 30 Mio. erreichen. Andrei Rudakov nannte auf Nachfrage gar das Budget des FC Basel als Referenz, wonach sich Xamax richtet, das heisst im Bereich von 50-60 Mio. Franken.

Die Summen, die Chagaev bei Xamax einschiesst, kann man nicht einfach zum bisherigen Budget dazuzählen. Denn Xamax hat in kürzester Zeit seine lokalen und regionalen Sponsoren verloren. Es ist verständlich, dass ein Unternehmer nicht bereit ist, erhebliche Summen in ein Projekt zu investieren, wo er kein Mitspracherecht hat, und durch die fehlende persönliche Beziehung zum Eigentümer auch nicht abschätzen kann, was mit dem Geld schlussendlich gemacht wird. Chagaev nimmt auf solche regionalen Sponsoren und Kleinaktionäre auch keine Rücksicht.

Im Gegenteil: Er hat sie regelrecht vom Hof gejagt. Die Gross-Sponsoren Groupe E, Neuenburger Kantonalbank, Tissot und Bernasconi wurden verprellt oder zogen sich selbständig zurück, weil aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen ein Engagement nicht mehr verantwortbar war. Es wird nach all dem Geschirr, welches in kürzester Zeit zerbrochen worden ist, alles andere als einfach sein, solche Sponsoren irgendwann mal wieder zurückzuholen, wenn Chagaev nicht mehr da ist.

Xamax in der Schweiz und Europa

Finanziell wird Xamax in der Super League so wie es aussieht erstmal neu zu den Top 3 zusammen mit dem FCB und YB gehören. Wobei es ein ernstzunehmendes «Budget» beim heutigen Xamax nicht gibt. Der Finanzrahmen ist flexibel.

Wird Xamax damit Schweizer Meister und erreicht die Champions League? Auf jeden Fall könnte Xamax bis in einem Jahr im ligaweiten Vergleich gut und gerne die grösste Anzahl Stars unter Vertrag haben. In Neuchâtel sind auf jeden Fall die Erwartungen wieder einmal geweckt. Die Fans träumen erneut von Titeln und von der Champions League. Tatsache ist: Gute Chancen auf die Champions League hat nur der Schweizer Meister durch die direkte Qualifikation (dieses Jahr) oder den Champions Path (nächstes Jahr) gegen andere Landesmeister.

Der Zweitplatzierte hat im Idealfall Aussenseiterchancen über den Non-Champions-Path. In den letzten drei Jahren hat sich zwar immer ein Schweizer Team für die Champions League qualifiziert. Der Non-Champions Path im neuen Qualifikations-System ist aber schwierig, und der BSC Young Boys hat die Qualifikation auf diesem Weg letztes Jahr, wenn auch knapper als von den meisten erwartet, nicht geschafft.

Der FCB, der FCZ und YB operieren mit Budgets zwischen rund 20 und 50 Mio. Franken. Sie kommen zudem aus Grossstädten (mehr als 100'000 Einwohner) und haben ein dementsprechendes Einzugsgebiet, dazu eine Vereins-Geschichte mit jeweils über 10 Meistertiteln.

Neuchâtel mit seinen rund 30'000 Einwohnern ist etwa gleich gross wie Sion und hätte theoretisch ein ähnliches Einzugsgebiet wie die Walliser. Xamax hat einen schönen Anteil Fans aus deutschsprachigen Gebieten, zum Beispiel in der Region Biel. Aber: Xamax ist im Gegensatz zu Sion in seinem Einzugsgebiet nicht unangefochten die Nummer 1. Vor allem YB ist eine starke Konkurrenz. Die Verankerung in der Region ist weit weniger gross, wobei regelmässiger Erfolg daran natürlich etwas ändern könnte.

Der FC Basel ist trotz den Investitionen verschiedener Klubs auch diese Saison wieder erster Titelfavorit. Der FCZ, welcher das Budget auf 20 Mio Franken reduzieren muss, setzt mit Recht vor allem auf das Entwicklungspotential seiner Jungen. YB hat logischerweise ganz klar und simpel das Ziel, Meister zu werden. Mit dem neuen Trainer Christian Gross setzen die Berner auf eine Grunderneuerung des Spielstils. Auf jeden Fall nimmt es YB Schritt für Schritt. Trotz einer ganzen Reihe von erfolgreichen europäischen Auftritten in der Europa League (unter anderem gegen Getafe mit dem Neo-Xamaxien Victor Sanchez) spricht im Wankdorf im Gegensatz zur Maladière niemand von der Champions League.

Salzburg als Beispiel

Der FC Basel hat in den letzten drei Jahren zwei Mal die Champions League erreicht. Rosenborg Trondheim gilt als glühendes Beispiel eines Klubs aus einem mittelgrossen Land, der eine Zeit lang jedes Jahr in der Champions League gespielt hat. Die letzte Teilnahme liegt nun aber bereits vier Jahre zurück. Andere Projekte wie Red Bull Salzburg des lokalen Milliardärs Didi Mateschitz haben es trotz grösster Anstrengungen nie geschafft.

Dies obwohl die Voraussetzungen in Salzburg eher besser waren als in Neuchâtel. Zwar hatte Mateschitz nach der Übernahme des damaligen Vereins Austria Salzburg in Österreich und vor allem in Salzburg mit noch deutlich mehr Widerstand zu kämpfen, als heute Chagaev in Neuchâtel. Aber die Stadt ist grösser und Mateschitz ein Einheimischer, der zudem viel Erfahrung im Sportbereich mitbringt. Zudem ist der Marketing-Hintergrund seines Investments deutlich weniger problematisch, als der politische Hintergrund bei Chagaev. Mit Giovanni Trappatoni, Huub Stevens etc. versuchten sich zudem einige der besten Trainer Europas erfolglos an diesem Projekt.

Zu Beginn hatte Mateschitz, der den Fussball als Marketing-Instrument für seine Marke sieht, nicht nur aus Heimatliebe in Österreich investiert, sondern auch, weil er davon ausging, es sei aus einem mittelgrossen Land heraus einfacher, die Champions League zu erreichen. Mittlerweile hat er diese Meinung radikal geändert und sieht nun mittel- bis langfristig sein Team in Leipzig als diejenige Mannschaft, die in der Champions League brillieren soll. In Salzburg sollen in erster Linie Talente gefördert werden, genauso wie in den Red-Bull-Filialen in Rio de Janeiro und Ghana. Und bei Red Bull in New York können die Stars vor dem Karriere-Ende nochmal eine grosse Show abziehen.

Vielleicht schlicht zu klein?

Die Beispiele von Teams wie Thun oder dem neuen Lausanne zeigen, dass Super-League-Fussball, Europa League, ja, gar die Champions League mit einem ungleich kleineren Budget möglich sind. Xamax hatte schon bisher unter Bernasconi mehr Mittel zur Verfügung als diese Teams. Trotzdem hat es in den letzten Jahren nie zu einem richtigen Erfolg gereicht.

Die berechtigte Frage, die sich stellt, ist: Warum muss ein Team mit einem Zuschauerschnitt von rund 5'000 um jeden Preis ein Spitzenteam werden? Thun oder Aarau sehen sich realistischerweise zwischen Super und Challenge League. Auch Neuchâtels Staatsrat Jean Studer stellt sich die Frage, ob grundsätzliche Voraussetzungen fehlen: «Der Kanton ist vielleicht schlicht zu klein, um im Fussball ganz oben mitmischen zu können.»

Bild: Das neue Xamax-Logo mit tschetschenischen Symbolen.

 


Bislang erschienen in der Serie «Russenfussball in Neuchâtel»:

Teil I: Die Frage nach dem Motiv

Teil II: Die Umbenennung in «Xamax Weinach»

Teil III: Chagaevs politische Machenschaften

Demnächst erscheint Teil V: Abschluss der Serie und Ausblick auf Xamax' Zukunft unter Chagaev.

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