WAS FÜR EIN...

Die wohl dümmste Liga der Welt

Freitag 13. April 2012   

Während wir Schweizer uns darüber beklagen, dass Runden vor Schluss die Meisterschaft entschieden ist, zeigt die belgische Liga wie Spannung erzeugt werden kann.

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Und dies auf äusserst dämliche Art und Weise:

Nach 30 Runden in einem normalen Ligasystem mit 16 teilnehmenden Mannschaften teilt sich die Liga in verschiedene Playoffs. Die absolute Verlierer-Playoff-Serie ist dabei diejenige zwischen dem 15. und 16. der Tabelle: Nach einer Saison voller Demütigungen müssen die armen Loserteams in fünf (?!) Playoffspielen ausmachen, wer wirklich der Mieseste der Liga ist. Diese Mannschaft gehört in die zweite Liga degradiert. In dieser Saison trifft Westerlo als 15. auf STVV. Ausgespielt wird der Verlierer der Verlierer aber nicht, wie Eishockey-Fans vielleicht erwartet hätten, in einer «Best-of-Five»-Serie sondern in einem Ligasystem. Dabei erhält Westerlo als Tabellenfünfzehnter drei Punkte Vorsprung auf STVV. In dieser Saison war es nach dreissig Runden übrigens nur ein Punkt Unterschied zwischen den beiden – kratzt in Belgien aber scheinbar niemanden. Der Sieger der Verlierer-Playoffs darf dann gegen den Zweiten, Dritten und Vierten der zweiten Liga ran. Dabei spielen die vier Mannschaften in Hin-und Rückspiel gegeneinander, der Sieger der skurrilen Mini-Liga steigt auf, bzw. bleibt in der Jupiler League. Auf die Schweizer Liga übertragen würde dies bedeuten, dass Lausanne gegen Sion ausspielt wer gegen Aarau, Bellinzona und Lugano antreten darf, um um den Verbleib in der Super League zu kämpfen. Momoll, macht Sinn.

Man hätte vielleicht denken können, die Mannschaften, welche die Ränge 7 bis 14 belegten, weilen bereits auf den Malediven oder Mallorca. Nichts da: Diese spielen um die unglaubliche Chance, in der Europa League teilnehmen zu dürfen. Dabei werden zwei Gruppen à sechs Mannschaften in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Die beiden Gruppensieger treten dann zweimal gegeneinander an, um den Sieger der Siebenbisvierzehner-Playoffs zu küren. Diese Erfolgsmannschaft darf dann gegen den Vierten der Meisterplayoffs (Erklärung folgt) zweimal ran, um einen Europa-League-Qualifikationsplatz zu erhalten. Unglaublich: Für diesen Qualifikationsplatz muss ein Sieger der Siebenbisvierzehner-Playoffs nach der eigentlichen Meisterschaft weitere 14 Spiele in Angriff nehmen um vielleicht trotzdem in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League gegen Ventspils (lettischer Cupsieger) oder Vllatnia (albanischer Cupsieger) auszuscheiden. Ausserdem skurril ist, dass der Tabellenvierzehnte der Liga (nennt sie sich eigentlich Ligaqualifikation?) Belgien vielleicht international vertreten dürfte. In dieser Saison wäre dies die Starmannschaft von OH Leuven: Passt doch gegen Ventspils.

Und jetzt kommen wir zu den absoluten Highlight-Playoffs, nämlich derjenigen der Meister. Die Punkte der Meisterschaft haben dabei immerhin eine kleine Bedeutung. Ähnlich wie nach dem alten NLA- Modus werden die Punkte zu Beginn der Playoffs halbiert. Bei ungerader Punktzahl wird aufgerundet, was insofern interessant ist, da bei Punktgleichheit, diejenige Mannschaft mit aufgerundeten Punkten hinten liegt. Sprich wenn Anderlecht (67 Punkte = 34) am Ende der Meisterschaft punkgleich mit AA Gent (56 = 28) wäre, könnten sie das deutlich bessere Torverhältnis und gewonnene Direktbegegnungen haben, Gent wäre trotzdem vor Anderlecht klassiert. Der Erste der Sechergruppe wird übrigens Meister (welch‘ Überraschung!). Der Zweite und der Dritte dürfen in der Europa League antreten, während der Vierte gegen den Sieger der Siebenbisvierzehner-Playoffs antritt − in Hin- und Rückspiel versteht sich. Und all das, um vielleicht gegen Ventspils auszuscheiden.

Ganz ehrlich: Dann lieber Constatin, Tschagajew und Basel!

Link zur Tabelle der belgischen Liga.

 

Make Paying Fun

Mittwoch 28. März 2012   

Wer kennt es nicht? Man ist Bewunderer eines Fussballers und möchte dieser Liebe in der Öffentlichkeit Ausdruck verleihen. Meistens bleibt einem dafür nur das einfallslose Trikot mit Namensaufdruck übrig. Nicht jedoch bei Tranquillo Barnetta! Auf seiner Internetseite mit dem prägnanten Namen www.barnettafan.ch findet sich, was Fan will. Vor allem die Münzbox sticht dem Tranquinado mit Geschmack sofort ins Auge. Vorbei sind die Zeiten als man mühsam das Kleingeld aus dem Portemonnaie klauben musste. Jetzt macht zahlen Spass, wie der Begleittext richtigerweise festhält. Die Überschrift «muss ich haben» beim Warenkorb-Button scheint da mehr als überflüssig zu sein.

Solch ein Produkt ist zwangsläufig ein Erfolg, weswegen es auch noch die Limited Edition der Münzbox von Barnetta Qlothing [sic!] in «noblem schwarz» gibt. Die Qual der Wahl liegt nun beim Fan. Tranquillo Barnetta macht es einem wirklich nicht leicht. Doch wahrscheinlich muss man einfach beide haben.

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Die praktische Münzbox. Links die normale Edition, rechts im noblen BQ-Style. Die Münzbox und weitere Barnetta-must-haves findet ihr hier.

 

Urs Fischer bleibt dem FCZ erhalten

Montag 12. März 2012   

Erst jetzt, nach 24 gespielten Runden wird klar: Den allerersten Fehlpass der Saison hat sich damals der FC Zürich geleistet. Noch vor dem ersten Spieltag, als er Trainer Urs Fischers Konterfei auf der Rückseite seiner Saisonkarte verewigte. Seit heute wissen wir, dass es wenig genützt hat: Fischer wurde fristlos entlassen. Nun denn, lacht der Ex-Trainer halt noch fünf weitere Heimspiele lang vor den Saisonkarten der Fans. Ob FCZ-Präsident Canepa aus dem Faux-pas etwas gelernt hat? Gerüchten zufolge soll er geschworen haben, ab nächster Saison nur noch ein Konterfei auf die Karte zu drucken, das dem Club 100%ig auf Gedeih und Verderb erhalten bleibt: sein eigenes.

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Rooneys fataler Pass

Dienstag 28. Februar 2012   

Ein Fehlpass – und der soll in dieser Rubrik ja bekanntlich das Thema sein – kann Leben verändern. Wirklich. Es gibt zahlreiche tragische Beispiele, die zeigen, wie einst gestandene Fussballspieler an einem fatalen Pass in des Gegners Füsse zerbrochen sind. Weil sie den Spott und die Schmach nicht ertragen konnten. Kürzlich ist ein neues prominentes Opfer dazugekommen: Wayne Rooney hat seine Fussballschuhe an den Nagel gehängt und fristet ein tristes Dasein in der Anonymität einer englischen Müllhalde. Und das alles wegen eines Fehlpasses ...

 

 

Historische Augenblicke in Basel

Dienstag 21. Februar 2012   

Am Mittwoch gehts für den FC Basel gegen Bayern München um den Einzug in die Viertelfinals der Champions League. Bereits der sensationelle 2:1-Sieg gegen Manchester United war natürlich ein historischer Augenblick – gleich in doppeltem Sinne, wie folgender Facebook-Dialog zeigt …

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FEHLPASS-BLOG

Im Fehlpass-Blog wird die kurzpass.ch-Redaktion in Zukunft den Spielern noch etwas genauer auf die Füsse schauen. Vorgestellt werden euch allerlei amüsante Fehlpässe unserer Fussballhelden, wie sie ihnen bekanntlich auf und – vor allem auch – neben dem Platz immer mal wieder unterlaufen.

LESENSWERT

Seit zehn Jahren kaum zu stoppen

Der FC Basel dominiert die Meisterschaft seit einem Jahrzehnt. kurzpass.ch blickt auf die erfolgreichsten Jahre der Clubgeschichte zurück.

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