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Stadion und Stimmung waren toll, da wurde das Spiel fast zur Nebensache (Bild: T. Guggisberg)
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Kein Wunder, aber Gänsehaut

“Im Fussball ist alles möglich, prinzipiell”, stellte Uli Forte im Vorfeld klar, aber im altehrwürdigen Goodison Park gab es für die Young Boys keine Wunder. Trotzdem eine wunderschöne Erfahrung, fand Mittelfeldspieler Leonardo Bertone. Applaus gab es dann doch – für die YB-Fans von den Everton-Supportern.

 

Aus und vorbei

Bereits in der ersten Halbzeit war der letzte Funken Hoffnung von den Tatsachen erstickt worden: YB lag 1:3 hinten, über Hin- und Rückspiel gesehen trennten die Berner fünf Tore vom Weiterkommen. Ein weiteres Mal war Everton einfach zu stark für die Young Boys. Dennoch hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, war doch auch den grössten Optimisten bewusst gewesen, dass  es ein Fussballwunder brauchen würde, um noch in die Achtelfinals zu kommen. Leonardo Bertone sprach sogar davon, dass sie die Atmosphäre, das Spiel im geschichtsträchtigen Goodison Park, hätten geniessen können. Tatsächlich ein unglaublich stimmungsvolles Stadion: die enge Bestuhlung lässt die Fans näher zusammenrücken und die denkbar schlechte Internetverbindung die Journalisten verzweifeln.

Die Unterhaltung auf den Rängen

In der ersten Halbzeit ging ein Raunen und schliesslich lauter Jubel durch das Stadion: er habe zuerst gemeint die Fans würden die Ballstafette der Blues feiern, letztlich habe er doch noch erfahren, dass das Ausscheiden des FC Liverpools gegen Besiktas Istanbul für Begeisterung sorgte, erzählte Bertone. Die Evertonians waren trotz der ziemlich klaren Ausgangslage zahlreich erschienen. In den ersten zwanzig Minuten konnten sie mit der Leistung ihrer Mannschaft allerdings nicht zufrieden sein. In der 23. Minute, zwei Minuten nach Sutters Kopfball an die Latte, schrie ein verärgerter Fan vor der Medientribüne „wake up!“. Nochmals zwei Minuten später fiel tatsächlich der Ausgleich.

Obwohl die Heimfans natürlich in Überzahl waren, sorgten die angereisten YB-Anhänger für reichlich Stimmung. Bereits vor Anpfiff sangen sie sich warm und als dann in der zweiten Halbzeit der „Pfupf“ aus dem Spiel war, sorgten sie für Unterhaltung. Als sie nach Beginn der YB-Viertelstunde „We love you“ anstimmten, wurden sie von den Everton-Fans beklatscht. Und als das Lied fertig war, klatschten beide Fangruppen quasi einander zu: Gänsehaut pur! „Die YB-Fans sind sowieso immer grandios“, resümierte Bertone.

Wölfli im Einsatz

Auch Marco Wölfli bemerkte den Applaus für die eigenen Fans. Wie vor dem Spiel waren die gelb-schwarzen Supporter auch danach ein grosses Thema. Aber eben auch Wölfli selbst wurde viel besprochen, kam er doch zu seinem ersten Europa-League-Einsatz in dieser Saison und zum ersten Einsatz in der ersten Mannschaft seit dem Ausscheiden im Cup vor fünf Monaten. Dabei durfte er auch gleich die Captainbinde tragen. Der herausstürmende Goalie verursachte den Penalty zum 1:1, aber bewahrte seine Farben in der zweiten Halbzeit etliche Male vor einem weiteren Gegentor. „Fast ein Jahr nur Spiele in der 2. Liga und im Cup und dann gegen einen Premier-League-Verein: das ist natürlich schön“, freute sich der Torhüter über die Spielzeit, die ihm gegeben wurde. Die anstehende Rückkehr auf die Bank nimmt „Wouf“ sportlich: „That’s part of the game: Wir wissen alle, dass ich ein Teamplayer bin. Yvon macht seine Sache gut, das macht es schwierig ins Team zu kommen“. Nicht ganz einfache Zeiten für Wölfli.

Auf ein Neues

Die Europa League ist für YB zu Ende. „Eine schöne Zeit, schöne Reisen“ seien das gewesen, schwärmte Leo Bertone. Das Ziel europäisch zu überwintern wurde erreicht, die Hürde in Liverpool war schliesslich zu hoch. Abhacken und weitermachen heisst es für die Berner, denn bereits am Sonntag steht das schwierige Derby gegen den FC Thun an. Durch Europa reisen wollen die Young Boys auch nächste Saison wieder. Mit einem Sieg gegen Thun können sie ihre Chance dies sogar in der Champions League zu tun, weiter erhöhen.

5 Kommentare

  1. Konrad Iseli

    Hoffentlich werden keine Beine der YB Spieler abgehackt…

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